Mallorca. Diese Insel assoziieren wir wohl mit kaum mehr als Ballermann, Partyexzessen und billigem Alkohol. Riskiert man allerdings einen leichten Blick hinter die Kulissen, brennt sich schlagartig ein ganz anderes Bild in unsere Köpfe ein. Schon mal was von Valldemossa gehört?

 

Keine Stadt hat mich bisher so fasziniert wie Valldemossa. (Ok das stimmt nicht ganz, Barcelona bleibt wohl auf Ewig mein Favorit.) Schmale, steile Straßen ziehen sich durch das kleine Örtchen. An jedem Hauseingang befinden sich bunt verzierte Kacheln, die die Legende der Catalina Thomás erzählen. Nur gut zwei Tage vorher, feierte die Gemeinschaft den Geburtstag ihrer eigenen und einzigen Heiligen. Übrig blieben davon die zahlreichen Abbildungen Ihrerseits und Girlanden so weit das Auge reicht. Egal in welches Geschäft man seinen Fuß setzte, überall empfingen einen die Leute binnen Sekunden mit warmherzigen Gesten und Sprüchen. Nicht so aufdringlich, wie es in der Türkei üblich war. Eine ungewohnte aber angenehme Wendung.

Mit gerademal 2000 Einwohnern, fiel es uns nicht allzu schwer, die gesamte Ortschaft innerhalb von nur zwei Stunden zu erkunden. Auch hierbei schätzten wir die Gastfreundschaft der Einheimischen sehr. Wir wurden in Häuser geladen, spazierten in den verschiedensten Gärten und stolperten zu guter Letzt die steinigen Treppenstufen zum Geburtshaus der Catalina empor. Eine wirklich ansehnliche Kapelle errichtete sich vor unseren Augen. Nur so wirklich identifizieren konnten wir das kleine Röhrchen unterhalb der Statue nicht. Ein Rätsel, welches nicht einmal von den umfangreich, beschriebenen Tafeln aufgeklärt wurde. Weiß jemand von euch wofür es steht?
Als wir mit unserem Rundgang fertig waren, genossen wir noch einige Minuten das Treiben auf dem Marktplatz. Mandelmilch – und Kuchen wurden uns hier als traditionelle Köstlichkeiten angepriesen. Grund dafür, sind die rundum Valldemossa wachsenden Mandelbäumchen. Also: Wer Valldemossa zukünftig einen Besuch abstatten sollte, muss diese Delikatesse unbedingt probieren! 🙂
Und verratet mir dann wie es geschmeckt hat, ich vertrage leider keine Mandeln 🙁 sad me
Nachdem ich mich so sehr in dieses Örtchen verliebt habe, werde ich definitiv ein weiteres Mal vorbeischauen. Die vollkommene Freundlichkeit hat mich einfach so sprachlos gemacht. Nirgends wurde ich bisher so herzlich empfangen! Es liegt eben etwas vom Schuss und bietet genug Ruhe – ein wenig Abwechslung vom Großstadtleben schadet nie! Des weiteren muss man zu allererst das riesige Gebirge durchfahren, bevor man in das gerade mal 18 Kilometer entfernte Palma gelangt. Dabei werden Augen und Ohren staunen (Die Insekten dort sind wahnsinnig laut!)
 
Mein Fazit: Eine fabelhafte Ortschaft mit ulkig gekleideten, aber liebevollen Menschen! Definitiv einen Besuch wert! 
Und nun viel Spaß bei der nächsten Urlaubsplanung haha 🙂 Vielleicht war ja bereits jemand von euch in diesem Städtchen und mag mal seine Erfahrung dazu kundgeben?
 Im nächsten Post kehre ich zurück nach Alanya und erzähle euch von unserer Begegnung mit den Einheimischen bei der Jeep Safari. Alles Liebe, Lisa.

 

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