Gestern erst gelandet und im eigenen, heimischen Kuschelparadies verschwunden, möchte ich euch gleich heute schon ein paar spannende, leckere Tipps für die Modemetropole Mailand mit auf den Weg geben. Denn die kann nicht nur Pizza und Pasta sondern eine ganze Menge mehr!
Allerdings vorab: Mailand ist und bleibt teuer! Ihr dürft nicht vom deutschen Standard ausgehen, denn dort bezahlt man auch in einem „normalen“ Restaurant schon mal 12 Euro für ein Süppchen!
1. Magnum Pleasure Store!  
Fangen wir mit meinem absoluten Favoriten an, dem Magnum Pleasure Store!

Dieser Laden ist der absolute Oberkracher! Noch nie zuvor habe ich eine derart spezielle Toppingauswahl treffen können! Vergleichbar ist das Konzept mit dem allbekanntem Froyo Hype, nur das es hierbei nicht um Frozen Yoghurt, sondern wie es der Name schon sagt, Magnumeis geht. Bevor man sich für Dunkel, Hell – oder Vollmilchschokolade entscheidet, wählt man beispielsweise zwischen Rosenblättern, Brownies, Pistazien oder Marshmallows aus. (Natürlich gibt es noch viel, viel mehr zu entdecken) Mit vier Euro pro Stück kann man seinen eigenen Gaumenschmaus kreieren. Nur ein paar Schritte vom Duomo entfernt, in einer unscheinbaren Gasse, schräg gegenüber von Victoria’s Secret, befindet sich dieser entzückende Laden (Piazza Santa Maria Beltrade 1) Schaut also unbedingt mal vorbei! Ihr werdet es nicht bereuen 🙂

2. Terrazza Aperol

Diese ebenso unscheinbare Terrasse, befindet sich in der weltberühmten Galleria Vittorio Emanuele II, einer Einkaufsgalerie die nicht für normalsterbliche geeignet ist! Versace, Prada und Co sind die einzigen Läden, die einen dort willkommen heißen. Dennoch hielten uns diese überteuerten Preise nicht davon ab, die Terrazza Aperol mit ihrem unglaublichen Ambiente und ihrer atemberaubenden Aussicht zu entdecken. Natürlich sind die Cocktails in dieser Bar preislich etwas höher angesetzt als in einer normalen Bar zu Boden. Allerdings bekommt man zu seinem zehn Euro Cocktail eine Schieferplatte mit allerlei Tapas gereicht. Und nicht zu vergessen, man erhascht direkten Blick auf das Wahrzeichen Mailands: dem Mailänder Dom. Von oben herab kann man ebenso gut die zahlreichen Straßenkünstler begutachten und den pianistischen Klängen der Liveband lauschen. Fahrt mit dem Fahrstuhl bis zum zweiten Stock hinauf und nehmt von dort aus die Treppe! 🙂


3. Das Navigli Distrikt 

Dieses Viertel ist ein absolutes Must-See! Hier ist nicht nur die Jugend Mailands zu Gange, sondern tatsächlich auch allerlei gute Küche. Etwas außerhalb vom Stadtzentrum gelangt ihr mit der Linie 3 und einem kurzen Walk zur hippen italienischen Szene. Hier sprießen die Restaurants, Clubs und Bars nur so aus allen Löchern. Kein Wunder, der Blick auf die Kanäle rundherum, verleiht einem das Gefühl, man sei gleichzeitig auch ein stückweit in Venedig gelandet. Ab 18 Uhr könnt ihr die typisch, italienische Happy Hour genießen, die ihr in wirklich jeder(!) Gastro vorfinden werdet! Ihr zahlt eure Getränke (meist zwischen 10-12 Euro) und könnt euch dann quasi „kostenlos“ aufs Buffett stürzen und so viel essen wie ihr mögt. Ich fand’s grandios und denke, dass es euch auch ganz gut gefallen könnte. Schaut mal bei Movida und Maya (direkt nebeneinander) vorbei. Dort hat es mir am besten gefallen (leckeres Essen, super liebe Bedienung, stylisches Ambiente!) und das diese zwei Läden mehr als gut besucht waren, spricht natürlich auch für sie. Adresse: Via Ascanio Sforza 41

 

Cocktails im Movida – so super duper lecker und cool! B)

 

Navigli am Abend 🙂 Richtig romantisch für einen Abend zu zweit!
Achtung!

P.S.: Wenn ich euch ein was nicht empfehlen würde, dann wäre es das „Panini Durini“ im Zentrum der Stadt. Viel zu überteuert für den schlechten Service, Hygiene und Preis – Leistungsverhältnis. In der Toilette ging nicht mal das Wasser! Als ich der Bedienung mit bereits eingeseiften Händen davon berichtete, meinte sie, sie würde sich direkt darum kümmern und ich solle kurz auf sie warten. Nach fünf Minuten und einem kläglichen Versuch etwas zu ändern, stellte sie sich ohne Bescheid an mich zurück an die Theke und tat so, als wäre nichts gewesen. Mein sieben Euro „Sandwich“ was einem halben Subwaybrötchen entsprach, war verkohlt und das Fleisch schmeckte sehr, sehr alt. Lasst wirklich die Finger von diesem Laden, auch wenn er noch so anziehend aussieht!!!!

 

 

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Warum wir Angst hatten, kein Dach über den Kopf zu bekommen, was eine völlig fremde Person in unserer Airbnb Wohnung zu verloren hatte und warum der Urlaub dann doch noch zum schönsten des Jahres wurde, erzähle ich euch im folgenden Post!

Momentan hat mich der Abiturstress gepackt und demzufolge bin ich mal ganz froh darüber, ein paar Zeilen veröffentlichen zu können, in denen es nicht (nur) um Mathematik und Archimedes geht haha. Den folgenden Post möchte ich meiner neu entdeckte Liebe zu Porto widmen. Diese Stadt hat mir einen der schönsten Urlaube bisher beschert und Erinnerungen die ich so schnell nicht missen werde.

Fangen wir mal an – und glaubt mir, das wird lang aber spannend! Und ich gebe euch natürlich auch wieder ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg, die ihr gut gebrauchen könnt.

 

Vorgeschichte 

Mit einer Stunde Verspätung, kamen wir gegen ein Uhr morgens, im bis dato noch nicht so wunderschönen Porto an. Ermüdet und mit letzter Kraft schifften wir unsere Gepäckstücke von einem Gang zum anderen, bis wir endlich im Taxi, auf dem Weg in unsere Wohnung saßen. Doch Halt. Wir waren nicht mehr nur zu zweit. Nein. Eine weitere Dame hatte sich zu uns gesellt und plapperte unbekümmert mit dem Taxifahrer. Auf Portugiesisch. Als wir ausstiegen, folgte sie uns in unsere Wohnung, um sich dort auf dem Fußboden vor dem Kühlschrank mit einem Schlafsack auszubreiten. Und als wäre die Situation nicht schon weird genug, schlich sie sich am nächsten Morgen mit einem leisen Abschiedsgruß aus der Haustür. Auf dem kleinen Frühstückstisch fanden wir eine selbstgemachte Marmelade wieder und einen Zettel mit „Danke Mädels“. So und.. wer war sie nochmal?

Um zur Vorgeschichte zu kommen – wir hatten diese Dame im Flugzeug kennengelernt. Sie sprach uns nach gefühlten 10 Sekunden Smalltalk ganz selbstverständlich darauf an, ob wir nicht einen Platz für sie frei hätten. Natürlich waren wir vorerst sehr verwundert darüber, wie planlos man einfach so los reisen kann, aber als sie uns ihre Geschichte erzählte, nahmen wir sie mit leichten Bedenken dennoch für eine Nacht bei uns auf. Sie ist eine Pilgerin, die ihre Pilgerstätte telefonisch nicht mehr erreichen konnte. Und ganz ehrlich, jeder der in einer derartigen Situation stecken würde und nicht wüsste, wohin mit sich, wäre dankbar, wenn er wenigstens für eine Nacht irgendwo untertauchen könnte. Vielleicht kommen wir irgendwann mal in eine ähnliche Lage und sind auf die Hilfe anderer angewiesen 🙂 Außerdem konnten wir uns Dank ihren fließenden portugiesisch Kenntnissen ganz easy ins Stadtzentrum befördern und bekamen auch noch die Fahrt bezahlt! Obrigada an dieser Stelle nochmal!

 

Kommen wir zur Wohnung. Die Schlüsselübergabe verlief etwas ungewöhnlich. Unsere Gastgeberin konnte nicht länger auf uns warten, wofür wir natürlich vollstes Verständnis hatten. Somit begaben wir uns auf die Suche nach einem Hotel, in dessen Hände sie die Schlüssel übergeben hatte. Oh war das eine Herausforderung bei 6 verschiedenen Hotels auf einer Straße! Wir wussten erst nicht genau, wohin mit uns. Überließen dem Taxifahrer allerdings die Route.

Wohnung und Taxigebühren


Endlich angekommen, konnten wir unser Glück kaum fassen. Die Wohnung war ein einziger Traum. Nicht nur die Ausstattung war fabulös, nein, später wurde uns auch klar, wie gut wir es mit der Lage getroffen hatten. Wir hatten ein Appartement mitten im Zentrum! Der Wahnsinn!
Das Wahrzeichen der Stadt, die Ponte Dom Luis , lag mit 10 Minuten Gehweg in unmittelbarer Nähe. Hauptbahnhof, McD, Mall und U-Bahnstation waren direkt vor unserer Haustür. Zwei Straßen weiter befand sich die berühmt berüchtigte Partymeile und einen Blick aus unserem Fenster entfernt, sollte die größte Silvesterfeier der Stadt stattfinden. Ihr seht – wir waren mehr als begeistert, weshalb ich euch die Wohnung auch wärmstens ans Herz lege 🙂 Der einzige Störungsfaktor war die Lautstärke der herumirrenden Portugiesen und der Bar direkt gegenüber. Aber ich mein, Leute wir sind jung genug um das zu ertragen haha.

Allgemein musste ich feststellen, dass Airbnb wirklich eine Vielzahl an traumhaften Wohnungen für Porto zur Verfügung stehen hat. Schaut also einfach, dass ihr ein Appartement unmittelbar der Rua do Almada bekommt. Ich denke, damit läuft niemand Gefahr, lange zu Fuß unterwegs zu sein. Übrigens sind die Taxigebühren sehr, sehr niedrig gehalten. In Dresden nutze ich diese Art von Fortbewegung selten, da es mir schlichtweg zu teuer ist. Aber in Portugal haben wir für eine 30 minütige Fahrt knapp dreiundzwanzig Euro bezahlt. Ein Schnäppchen.

Party


Sagen wir so. Eigentlich hatten wir vor, einen der zahlreichen Clubs zu erobern. Aber irgendwie.. nun ja. Sind wir immer in irgendeiner Bar hängengeblieben. Aber wieso?
Ihr Lieben, Portugal ist nicht für exzessive Parties in einem viel zu beklemmenden Raum bekannt. In Portugal wird auf der Straße gefeiert und das nicht zu fein! Auf der Rua de Cândido dos Reis findet ihr eine große Auswahl an Bars, die mit ihrem Innenleben den edelsten Clubs gleichen. Statt Sitzmöglichkeiten, findet man eine große Tanzfläche, DJ und Diskokugel vor. Also quasi Clubfeeling nur kostenlos. Und das Beste – wir kamen pro Abend mit nur zehn Euro aus und waren damit mehr als gut „dabei“ 😀 Die Cocktails sind so unfassbar billig aber so guuut! (Zu empfehlen: The Wall , Gin House..)
Schaut auf jeden Fall bei der CaipiCompany auf der Rua Conde de Vizela vorbei (gegenüberliegende Straße) Ein kleiner, hipper Laden, der zu leckeren und vor allem günstigen ToGo Cocktails einlädt. Durch dieses Eckchen sind wir überhaupt erst auf diese gigantische Barmeile gestoßen. Folgt einfach der lauten Musik, die ab dreiundzwanzig Uhr auf den Straßen ertönen wird und ich garantiere euch einen fantastischen Abend! Denn ihr müsst wissen, auch wir waren anfangs verblüfft weshalb auf den Straßen vor dreiundzwanzig Uhr nichts los war, bis uns erklärt wurde, dass alle Bars erst ab dieser Uhrzeit ihre Tore öffnen. Seltsam – aber wir fanden es klasse!

Sehenswertes


Porto ist eine Stadt zum Verlieben! Die Häuser können architektonisch nicht anders sein. Aber eines haben sie gemeinsam – an Farbe und Liebe wurde nicht gespart! Wenn ihr durch die Straßen Porto’s lauft, werdet ihr bemerken, dass es sich hierbei um eine Stadt handelt, die auf drei Ebenen aufgebaut wurde. Kein Spaß, auch die Ponte Dom Luis kann auf zwei Ebenen überquert werden. Ich fand das ganz grandios, wie man von Ebene zu Ebene förmlich klettern und überall andere, faszinierende Gebäude bestaunen konnte. Ebenso beeindruckend waren die monströsen Gemälde und Graffiti an Häuserwänden und Kirchen. Ja, Kirchen! Porto wird nicht grundlos als eine der farbenfrohesten Städte bezeichnet. Hätte das Wetter besser mitgespielt, wäre diese lebensfrohe Heiterkeit auch noch besser in meinen Bildern zur Geltung gekommen.
Da diese bunten Häuschen scheinbar auch ein kleines Wahrzeichen für sich sind, wurden sie in der Via Catarina, einem riesigen Einkaufszentrum direkt auf der Rua Catarina direkt eingearbeitet. Eine witzige Idee, denn sämtliche Fressbuden befanden sich in derartigen Häusern. Sogar mit Balkonen, auf denen man sein Essen genießen konnte. Ihr solltet es euch unbedingt anschauen!
Eine weitere Attraktion bietet das Rathaus und der Rathausplatz selbst, auf dem auch die Silvesterfeier stattgefunden hat. Man könnte diese übrigens ganz gut mit der in Berlin, vor dem Brandenburger Tor vergleichen. Genauso viele Menschen. Große Bühne. Portugiesische Stars. Ein Spektakel. Aber zurück zum Rathaus. Es ist atemberaubend schön! Leider haben wir es nicht hinein geschafft, obwohl es doch so nah an unserer Wohnung lag. Aber selbst von draußen konnte man es mit großen Augen bestaunen.
Und zu guter Letzt der Bahnhof Sao Bento mit seiner außergewöhnlichen Kunst und das Casa da Musica eine Art Operette im modernen Stil.
Grob zusammengefasst, braucht diese Stadt keine ach so tollen Sehenswürdigkeiten. Denn sie beweist, dass einzig und allein Farbe ausreicht, um etwas Besonderes zu verwirklichen.

Strand


Ein ganz wichtiger Abschnitt, den ich euch nicht vorenthalten wollte. Das touristische Informationsmaterial wird euch nicht gerade dabei behilflich sein, wenn es darum geht, den Strand zu finden. Das U-Bahnnetz Porto’s ist sehr überschaubar und noch nicht überdurchschnittlich lange vorhanden. Daher sind einige Stationen noch gar nicht eingezeichnet oder sorgen für mächtige Verwirrungen. Wir dachten, es wäre sinnvoller mit dem Taxi zu fahren, da das Navi eine Strecke von 20 Minuten anzeigte. Aber glücklicherweise versorgte uns eine Leserin dann doch noch mit einem super Tipp, den ich euch gleich weitergeben möchte. Ihr wollt zum Strand? Dann pflanzt euren Hintern einfach nur in  die U-Bahn Station von Sao Bento (gelbe Linie), fahrt bis Trindade und steigt dort in die blaue Linie nach Senhor de Matosinhos. Am besten kommt ihr, wenn ihr bis Matosinhos Sul fahrt, denn von dort gelangt ihr direkt zum Strand und müsst nicht erst am Hafen vorbei. Das Ticket kostete uns schätzungsweise um die 2,20 Euro. Die Hürde eines zu kaufen, nimmt euch sicher einer der super englischsprachigen Beamten vor Ort. Glaubt mir, wenn euch euch sage, dass diese Automaten der blanke Horror für Touristen sind! (Deshalb steht da wahrscheinlich auch immer direkt ein Helfer vor Ort haha)

So und Moment. Wieso war es nun der schönste Urlaub des Jahres? Das kann ich euch ganz einfach sagen. Diese Leichtigkeit der Portugiesen, ihre unbeschwerte und freundliche Art. Die Fahrt in die wohl schönste Stadt dieser Erde – Lissabon. Das etwas andere Silvester, mal ganz ohne Böller aber dafür mit einer Menge Bier über dem Kopf. Die kleinen, bunten Gassen mit multikulturellem Hauch. Der breite, bezaubernde Strand. Die kleinen süßen Cafés und Bars rundherum. Dass die Portugiesen meinen Tagesrhythmus verstehen (Vor dreizehn Uhr ist da kaum einer auf der Straße) Und die Uni! Oh ist die schön! (Hab direkt überlegt dort zu studieren haha) Es ist einfach so viel, was Portugal ausmacht. Und so viel, was mich direkt wieder dahinzieht. In den nächsten Posts erfahrt ihr dann auch detaillierter, wie wir unseren Abend zu Silvester verbracht haben und wie unser Ausflug nach Lissabon war 🙂 Bleibt gespannt und ich hoffe euch hat dieser Beitrag soweit gefallen.

Wer hat nun vor, direkt nach Portugal zu fliegen? 😛

 

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