dubai_5Magische Klänge, rauschende Wasserspiele, bombastische Aussichten. Diese und noch viele weitere Adjektive beschreiben die Weiten Dubais nahezu perfekt. Es ist eine Stadt der Superlative! Der aufblühende Osten, geschmackvoll und stilsicher. Man könnte meinen, ich spreche über ein Kleidungsstück. Aber das ist Dubai, makellos.

Wären da nicht unzählige Autos und Abgase, unerträgliche Hitze herbeigeführt durch eine klaustrophobisch erscheinende Anzahl an Klimaanlagen oder die wahnsinnige Verkehrslage. Doch dennoch bin ich überzeugt, dass ich diese Stadt noch einmal besuchen würde. Und sei es eben, weil mich die Fontänen und das ständige Geglitzer so angezogen haben! Aber glaubt mir, auch die Menschen sind einen Besuch wert! So überaus freundlich und herzlich wurde ich noch nie empfangen. Überall strecken sie Hände und Füße danach aus, dir zu helfen.

Wir hatten kostenlose Taxifahrten und Cocktails, ehrliche und offene Gespräche und wurden immer mit einem Lächeln versehen, nein wenn nicht sogar überhäuft. Aber es war angenehm, nicht gekünstelt. Magisch. Man hat sich in dieser Stadt einfach wohlgefühlt und ließ dabei den Gedanken an die tropfende Stirn schnell verschwinden.

dubai_10dubai_16dubai_15Zu unserem 3 tägigen Aufenthalt besichtigten wir alles was Dubai zu bieten hat. Gut zumindest so viel, wie die Zeit hergab. Denn Dubai ist gigantisch nahezu majestätisch.
Auf unserem Plan konnten der Burj Khalifa, die Palme Jebel Ali  und das JBR, das teuerste Hotel „Burj Al Arab“ und die Dubai Mall abgehakt werden. Des Weiteren nahmen wir an einer Wüstensafari Teil, ein kleines Highlight zum Abschluss. Wir lernten Kultur und Leute kennen, aßen typische Landeskost und stießen mit arabischen Kaffee auf diese traumhafte Zeit an, während unsere Füße den Sand durch jeden einzelnen Zeh spürten.

Unaufgefordert, zeigte und unser Fahrer noch einige Hotspots Dubais und fuhr und anschließend in das Hotel zurück. Ein fantastisches Erlebnis. Und durch die stark internationale Besetzung der Insassen (vietnamesisch, algerisch, indisch), konnten wir noch einiges dazulernen.

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Hotel 

Falls ihr eure Reise nach Dubai planen wollt, rate ich euch zu unserem Hotel. Das „Rove Downtown“ ist sehr zentral gelegen und erfordert einen Fußmarsch von gerade mal 5 min, um zum Burj Khalifa und zur Dubai Mall zu gelangen.

Taxi – und Metropreise 

Für weitere Strecken empfehle ich euch die örtlichen gelben Taxis zu nehmen (achtet dabei auf den Taximeter, der startet in Dubai bei 5 VAE  ~ umgerechnet ca 1,20€) – weiße Taxis gehören meist den illegalen Unternehmen an und verlangen fast das doppelte (sei unserem Concierge gedankt)! Pro Kilometer zahlt ihr dann Schlappe 50 Cent. Also im Durchschnitt für eine Strecke von 20-30 km ca 10€

Ihr könnt aber auch die Metro nutzen. Diese hat zwar keine allzu große Infrastruktur, kostet aber nur 5 VAE für ein Ticket. Wir haben sie nicht genutzt, da sie ziemlich überfüllt war.

dubai_2 dubai_13Busfahrt von Dubai nach Abu Dhabi

Um nach Abu Dhabi zu gelangen fahrt ins „’neuere Dubai“ – JBR, die Haltestelle heißt „IBN Battuta“ und ist nahe einer Einkaufsmeile gelegen. Hier zahlt ihr für eine klimatisierte Busfahrt 35 VAE ~ 7€ und diese dauert dann ca. 1,5 Stunden. Die Busse fahren aller 20 Minuten. Also schaut einfach spontan vorbei 🙂

Ich war wirklich wahnsinnig von Dubai beeindruckt und habe noch längst nicht alles gesehen! Falls ihr also Tipps für den nächsten Besuch habt, haut diese gerne raus! Und erzählt mir gleich mal von eurem Dubai Trip 🙂

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Nützliche / Unnützliche aber witzige Fakten:

- In der Moschee darf man nur seine Fahrerlaubnis oder seinen Personalausweis vorzeigen. Der Reisepass ist ausdrücklich verboten!
– Statt einer Klobürste gibt es einen separaten Duschkopf zum Säubern
– Um zum Haupteingang der Dubai Mall zu gelangen, benötigt es einen 5 minütigen Walk durch die Tiefgarage (wir haben sicherlich gute 6 Leute nach dem Weg gefragt)
– Jeder 2. Taxifahrer ist ein Inder
– Der prozentuale Wert der ärmeren Gesellschaft liegt bei 20 Prozent
Der Scheich ist überall. Wirklich. Egal wo man hinsieht. Echt gruselig..
– Keine auffälligen Posen  oder Peace Zeichen in der Moschee
– Papageienkostüme sind angeblich der neueste Trend, als Gewand für die heiligen Hallen
– Es existieren viele unnötige Jobs zB. Taxiheranwinker, Tür zum Klo Aufhalter,  Lemonadenmann (der den ganzen Tag lang Limonade am Pool auffüllt),  Hantelsäuberer und Kellner, die jedes einzelne Essen eines Gastes auf seinem Teller ansehnlich anrichten (obwohl bereits alles auf dem Tisch steht..)

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Die weißen Vorhänge gehören der Vergangenheit an. Dort wo einmal ein Sofa zum entspannen einlud, existieren nur noch Klappstuhl und Campingtisch. Die gilblich schimmernden Flecken, lassen erahnen, was sich dort einmal befunden haben muss. Das Haus ist leer. Glühlampen ragen einsam von den Decken. Löcher in den Wänden zeigen das auf, was nicht mehr gerettet werden kann. Es ist vorbei. Wir müssen uns verabschieden. Die Lichter löschen. Wir müssen damit abschließen. Mit dem schwarzen Haus.

Es ist später Nachmittag, als ich meinen Schlüsselbund das letzte Mal zur Hand nehme. Meine letzte Hoffnung, dass das alles doch nur ein widerlicher Alptraum ist. Augenblicklich wird er mir aus den Händen gerissen. Jeder einzelne Schlüssel gleitet mir aus den Fingern. Und mit ihnen entschwinden auch die Erinnerungen. Mein Herz pocht. Es ist vorbei. Es ist wirklich. Wir müssen uns verabschieden. Vom Schwarzen Haus. 

img_0176Kaum ein Auge bleibt trocken. Es war eine harte Zeit, aber von nun an wird alles besser – sagen Sie. Ich muss lächeln. Ein trockenes Lächeln. Denn ich weiß, dass es ein langer Weg bis dahin wird. Sie wissen nicht wovon sie reden. Wie auch, wenn sie keine Ahnung haben, mit was wir wirklich zu kämpfen hatten? Oberflächliche Gespräche machen uns nicht gleich zu besten Freunden. Und hinterhältige Unterhaltungen machen euch nicht automatisch zu Allwissenden. Es ist immer noch unser schwarzes Haus. Unsere Auseinandersetzung. Unser Alptraum.

Wir sind erlöst, irgendwie. Aber irgendwo bohrt sich auch ein erneuter Pfeil durch unsere Herzen. Ich glaub es wird zu einer chronischen Krankheit und keine Medizin der Welt wird helfen, diesen Schmerz zu lindern. Wir können zwar versuchen, all das, durch eine Vielzahl von neuen, reizvollen Erinnerungen auszulöschen, aber seien wir mal ehrlich, es würde immer weh tun. Wir können nicht vergessen was passiert ist. Wir haben vielleicht die Kraft damit abzuschließen, aber dennoch wird uns die Vergangenheit immer wieder einholen. Eine einzige Autofahrt reicht aus. Aber wir müssen. Wir müssen uns verabschieden. Vom schwarzen Haus. 

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Denn es ist nicht mehr unser schwarzes Haus. Ab jetzt.

Einzig und allein die blauen Worte aus Kreide im hölzernen Häuschen werden unsere bleiben.

Und damit versuche ich abzuschließen.

Mit dem schwarzen Haus.

20 Jahre.

Es war schön.

Danke. 

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  Die Bilder entstanden 2012 in Camaret / Frankreich

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