unknown-10Ein zartes Lüftchen weht mir um mein Näschen, als ich den Herzogstandgipfel mithilfe der Standseilbahn erreiche. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich blicke auf zwei Seen, die durch spröde Gesteinswände geteilt werden. Zu meiner Linken strahlt der Kochelsee in einem klaren Blauton, zu meiner Rechten der Walchensee. Unser eigentliches Ziel. Doch als wir ankommen, bemerken wir, welch atemberaubendes Naturschauspiel sich vor unseren Augen abspielt.

Nur wenige Kilometer südlich befindet sich die österreichische Grenze. Davor ragen etliche Berspitzen empor. Die Alpen. Mit Schneebedeckt und zum wandern einladend, bestaunen wir unsere Lage. Es ist einfach nicht in Worten zu fassen, welch unglaubliches Gefühl in einem selbst entfacht wird, wenn man sich mit einem derartigen Ausblick auf 1730 Metern Höhe befindet.
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Der Walchensee liegt nur 81 Kilometer (also gut eine Stunde) von München entfernt und ist einen Tagesausflug mehr als wert! Mit 28 Grad im Schlepptau hatten wir absolut perfektes Wetter abgefasst. Der See lud nicht  nur zum Wandern, sondern mit seinen zahlreichen Bademöglichkeiten, auch zum Verweilen ein. Nach einem 10 minütigen Walk erreichten wir ein kleines, urtypisch bayrisches Restaurant und ließen uns nieder. Die Kellnerin brachte uns ein Maß Ruß, den wir ungeplant in 5 Minuten verputzen mussten (ansonsten hätten wir den gesamten Berg hinunter wandern müssen, da die letzte Bahn viertel nach fünf fuhr) Samt Kellnerin und Wirt machten wir uns zwischen klingenden Kuhglocken und hohen Gräsern auf zurück zur Standseibahn.unknown-14Unten angekommen versuchten wir unser Glück bei einem Bootsverleih. Leider hatte dieser bereits geschlossen bzw. war schon eifrig dran und drauf seine Boote ins Bootshaus zu manövrieren, doch gestattete uns dennoch, eines der Boote für ein Stündchen zu nutzen. Wir sollten es lediglich wieder zurückbringen, eigenhändig anschließen und dem Pensionswirt Bescheid geben. Das nenne ich Gastfreundschaft! (Oder er wollte einfach noch ein paar Moneten verdienen haha) Auf jeden Fall hatten wir einen  ziemlich schönen Tagesabschluss. Wir ruderten soweit hinaus, bis wir uns zwischen all den gigantischen Bergen befanden. Ein wahnsinns Bild!
Bevor es für uns nach Hause ging, gestatteten wir dem Gasthof, von dem wir das gute Stück ausgeliehen hatten, einen kleine Besuch ab. Dort gab es schöne, deutsche Landskost. Schnitzel mit Kartoffeln und Käsespätzle. Leute das waren die besten Käsespätzle meines Lebens! Schaut also unbedingt mal bei dem Gasthof „Edeltraut“ (Seestraße 90 / 82432 Walchensee) vorbei, falls ihr in der Ecke sein solltet 🙂

Ich hoffe, ich konnte euch eine kleine Inspiration innerhalb Deutschlands geben! Servus!  unknown-9unknown-8 unknown-11unknown-19

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Warum wir Angst hatten, kein Dach über den Kopf zu bekommen, was eine völlig fremde Person in unserer Airbnb Wohnung zu verloren hatte und warum der Urlaub dann doch noch zum schönsten des Jahres wurde, erzähle ich euch im folgenden Post!

Momentan hat mich der Abiturstress gepackt und demzufolge bin ich mal ganz froh darüber, ein paar Zeilen veröffentlichen zu können, in denen es nicht (nur) um Mathematik und Archimedes geht haha. Den folgenden Post möchte ich meiner neu entdeckte Liebe zu Porto widmen. Diese Stadt hat mir einen der schönsten Urlaube bisher beschert und Erinnerungen die ich so schnell nicht missen werde.

Fangen wir mal an – und glaubt mir, das wird lang aber spannend! Und ich gebe euch natürlich auch wieder ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg, die ihr gut gebrauchen könnt.

 

Vorgeschichte 

Mit einer Stunde Verspätung, kamen wir gegen ein Uhr morgens, im bis dato noch nicht so wunderschönen Porto an. Ermüdet und mit letzter Kraft schifften wir unsere Gepäckstücke von einem Gang zum anderen, bis wir endlich im Taxi, auf dem Weg in unsere Wohnung saßen. Doch Halt. Wir waren nicht mehr nur zu zweit. Nein. Eine weitere Dame hatte sich zu uns gesellt und plapperte unbekümmert mit dem Taxifahrer. Auf Portugiesisch. Als wir ausstiegen, folgte sie uns in unsere Wohnung, um sich dort auf dem Fußboden vor dem Kühlschrank mit einem Schlafsack auszubreiten. Und als wäre die Situation nicht schon weird genug, schlich sie sich am nächsten Morgen mit einem leisen Abschiedsgruß aus der Haustür. Auf dem kleinen Frühstückstisch fanden wir eine selbstgemachte Marmelade wieder und einen Zettel mit „Danke Mädels“. So und.. wer war sie nochmal?

Um zur Vorgeschichte zu kommen – wir hatten diese Dame im Flugzeug kennengelernt. Sie sprach uns nach gefühlten 10 Sekunden Smalltalk ganz selbstverständlich darauf an, ob wir nicht einen Platz für sie frei hätten. Natürlich waren wir vorerst sehr verwundert darüber, wie planlos man einfach so los reisen kann, aber als sie uns ihre Geschichte erzählte, nahmen wir sie mit leichten Bedenken dennoch für eine Nacht bei uns auf. Sie ist eine Pilgerin, die ihre Pilgerstätte telefonisch nicht mehr erreichen konnte. Und ganz ehrlich, jeder der in einer derartigen Situation stecken würde und nicht wüsste, wohin mit sich, wäre dankbar, wenn er wenigstens für eine Nacht irgendwo untertauchen könnte. Vielleicht kommen wir irgendwann mal in eine ähnliche Lage und sind auf die Hilfe anderer angewiesen 🙂 Außerdem konnten wir uns Dank ihren fließenden portugiesisch Kenntnissen ganz easy ins Stadtzentrum befördern und bekamen auch noch die Fahrt bezahlt! Obrigada an dieser Stelle nochmal!

 

Kommen wir zur Wohnung. Die Schlüsselübergabe verlief etwas ungewöhnlich. Unsere Gastgeberin konnte nicht länger auf uns warten, wofür wir natürlich vollstes Verständnis hatten. Somit begaben wir uns auf die Suche nach einem Hotel, in dessen Hände sie die Schlüssel übergeben hatte. Oh war das eine Herausforderung bei 6 verschiedenen Hotels auf einer Straße! Wir wussten erst nicht genau, wohin mit uns. Überließen dem Taxifahrer allerdings die Route.

Wohnung und Taxigebühren


Endlich angekommen, konnten wir unser Glück kaum fassen. Die Wohnung war ein einziger Traum. Nicht nur die Ausstattung war fabulös, nein, später wurde uns auch klar, wie gut wir es mit der Lage getroffen hatten. Wir hatten ein Appartement mitten im Zentrum! Der Wahnsinn!
Das Wahrzeichen der Stadt, die Ponte Dom Luis , lag mit 10 Minuten Gehweg in unmittelbarer Nähe. Hauptbahnhof, McD, Mall und U-Bahnstation waren direkt vor unserer Haustür. Zwei Straßen weiter befand sich die berühmt berüchtigte Partymeile und einen Blick aus unserem Fenster entfernt, sollte die größte Silvesterfeier der Stadt stattfinden. Ihr seht – wir waren mehr als begeistert, weshalb ich euch die Wohnung auch wärmstens ans Herz lege 🙂 Der einzige Störungsfaktor war die Lautstärke der herumirrenden Portugiesen und der Bar direkt gegenüber. Aber ich mein, Leute wir sind jung genug um das zu ertragen haha.

Allgemein musste ich feststellen, dass Airbnb wirklich eine Vielzahl an traumhaften Wohnungen für Porto zur Verfügung stehen hat. Schaut also einfach, dass ihr ein Appartement unmittelbar der Rua do Almada bekommt. Ich denke, damit läuft niemand Gefahr, lange zu Fuß unterwegs zu sein. Übrigens sind die Taxigebühren sehr, sehr niedrig gehalten. In Dresden nutze ich diese Art von Fortbewegung selten, da es mir schlichtweg zu teuer ist. Aber in Portugal haben wir für eine 30 minütige Fahrt knapp dreiundzwanzig Euro bezahlt. Ein Schnäppchen.

Party


Sagen wir so. Eigentlich hatten wir vor, einen der zahlreichen Clubs zu erobern. Aber irgendwie.. nun ja. Sind wir immer in irgendeiner Bar hängengeblieben. Aber wieso?
Ihr Lieben, Portugal ist nicht für exzessive Parties in einem viel zu beklemmenden Raum bekannt. In Portugal wird auf der Straße gefeiert und das nicht zu fein! Auf der Rua de Cândido dos Reis findet ihr eine große Auswahl an Bars, die mit ihrem Innenleben den edelsten Clubs gleichen. Statt Sitzmöglichkeiten, findet man eine große Tanzfläche, DJ und Diskokugel vor. Also quasi Clubfeeling nur kostenlos. Und das Beste – wir kamen pro Abend mit nur zehn Euro aus und waren damit mehr als gut „dabei“ 😀 Die Cocktails sind so unfassbar billig aber so guuut! (Zu empfehlen: The Wall , Gin House..)
Schaut auf jeden Fall bei der CaipiCompany auf der Rua Conde de Vizela vorbei (gegenüberliegende Straße) Ein kleiner, hipper Laden, der zu leckeren und vor allem günstigen ToGo Cocktails einlädt. Durch dieses Eckchen sind wir überhaupt erst auf diese gigantische Barmeile gestoßen. Folgt einfach der lauten Musik, die ab dreiundzwanzig Uhr auf den Straßen ertönen wird und ich garantiere euch einen fantastischen Abend! Denn ihr müsst wissen, auch wir waren anfangs verblüfft weshalb auf den Straßen vor dreiundzwanzig Uhr nichts los war, bis uns erklärt wurde, dass alle Bars erst ab dieser Uhrzeit ihre Tore öffnen. Seltsam – aber wir fanden es klasse!

Sehenswertes


Porto ist eine Stadt zum Verlieben! Die Häuser können architektonisch nicht anders sein. Aber eines haben sie gemeinsam – an Farbe und Liebe wurde nicht gespart! Wenn ihr durch die Straßen Porto’s lauft, werdet ihr bemerken, dass es sich hierbei um eine Stadt handelt, die auf drei Ebenen aufgebaut wurde. Kein Spaß, auch die Ponte Dom Luis kann auf zwei Ebenen überquert werden. Ich fand das ganz grandios, wie man von Ebene zu Ebene förmlich klettern und überall andere, faszinierende Gebäude bestaunen konnte. Ebenso beeindruckend waren die monströsen Gemälde und Graffiti an Häuserwänden und Kirchen. Ja, Kirchen! Porto wird nicht grundlos als eine der farbenfrohesten Städte bezeichnet. Hätte das Wetter besser mitgespielt, wäre diese lebensfrohe Heiterkeit auch noch besser in meinen Bildern zur Geltung gekommen.
Da diese bunten Häuschen scheinbar auch ein kleines Wahrzeichen für sich sind, wurden sie in der Via Catarina, einem riesigen Einkaufszentrum direkt auf der Rua Catarina direkt eingearbeitet. Eine witzige Idee, denn sämtliche Fressbuden befanden sich in derartigen Häusern. Sogar mit Balkonen, auf denen man sein Essen genießen konnte. Ihr solltet es euch unbedingt anschauen!
Eine weitere Attraktion bietet das Rathaus und der Rathausplatz selbst, auf dem auch die Silvesterfeier stattgefunden hat. Man könnte diese übrigens ganz gut mit der in Berlin, vor dem Brandenburger Tor vergleichen. Genauso viele Menschen. Große Bühne. Portugiesische Stars. Ein Spektakel. Aber zurück zum Rathaus. Es ist atemberaubend schön! Leider haben wir es nicht hinein geschafft, obwohl es doch so nah an unserer Wohnung lag. Aber selbst von draußen konnte man es mit großen Augen bestaunen.
Und zu guter Letzt der Bahnhof Sao Bento mit seiner außergewöhnlichen Kunst und das Casa da Musica eine Art Operette im modernen Stil.
Grob zusammengefasst, braucht diese Stadt keine ach so tollen Sehenswürdigkeiten. Denn sie beweist, dass einzig und allein Farbe ausreicht, um etwas Besonderes zu verwirklichen.

Strand


Ein ganz wichtiger Abschnitt, den ich euch nicht vorenthalten wollte. Das touristische Informationsmaterial wird euch nicht gerade dabei behilflich sein, wenn es darum geht, den Strand zu finden. Das U-Bahnnetz Porto’s ist sehr überschaubar und noch nicht überdurchschnittlich lange vorhanden. Daher sind einige Stationen noch gar nicht eingezeichnet oder sorgen für mächtige Verwirrungen. Wir dachten, es wäre sinnvoller mit dem Taxi zu fahren, da das Navi eine Strecke von 20 Minuten anzeigte. Aber glücklicherweise versorgte uns eine Leserin dann doch noch mit einem super Tipp, den ich euch gleich weitergeben möchte. Ihr wollt zum Strand? Dann pflanzt euren Hintern einfach nur in  die U-Bahn Station von Sao Bento (gelbe Linie), fahrt bis Trindade und steigt dort in die blaue Linie nach Senhor de Matosinhos. Am besten kommt ihr, wenn ihr bis Matosinhos Sul fahrt, denn von dort gelangt ihr direkt zum Strand und müsst nicht erst am Hafen vorbei. Das Ticket kostete uns schätzungsweise um die 2,20 Euro. Die Hürde eines zu kaufen, nimmt euch sicher einer der super englischsprachigen Beamten vor Ort. Glaubt mir, wenn euch euch sage, dass diese Automaten der blanke Horror für Touristen sind! (Deshalb steht da wahrscheinlich auch immer direkt ein Helfer vor Ort haha)

So und Moment. Wieso war es nun der schönste Urlaub des Jahres? Das kann ich euch ganz einfach sagen. Diese Leichtigkeit der Portugiesen, ihre unbeschwerte und freundliche Art. Die Fahrt in die wohl schönste Stadt dieser Erde – Lissabon. Das etwas andere Silvester, mal ganz ohne Böller aber dafür mit einer Menge Bier über dem Kopf. Die kleinen, bunten Gassen mit multikulturellem Hauch. Der breite, bezaubernde Strand. Die kleinen süßen Cafés und Bars rundherum. Dass die Portugiesen meinen Tagesrhythmus verstehen (Vor dreizehn Uhr ist da kaum einer auf der Straße) Und die Uni! Oh ist die schön! (Hab direkt überlegt dort zu studieren haha) Es ist einfach so viel, was Portugal ausmacht. Und so viel, was mich direkt wieder dahinzieht. In den nächsten Posts erfahrt ihr dann auch detaillierter, wie wir unseren Abend zu Silvester verbracht haben und wie unser Ausflug nach Lissabon war 🙂 Bleibt gespannt und ich hoffe euch hat dieser Beitrag soweit gefallen.

Wer hat nun vor, direkt nach Portugal zu fliegen? 😛

 

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Um in der Türkei bestmögliche Erinnerungen zu erzielen, sollte man sich auf etwas besonders einlassen: eine Safari Tour! Es war die beste Entscheidung, die wir hätten treffen können. Da die Türken jedoch etwas unorganisiert sind, wurden wir statt zum gebuchten Tag, zwei Tage später abgeholt. Hut ab vor dieser unschlagbaren Pünktlichkeit! Haha!
Um nicht enttäuscht zu werden, solltet ihr euch auf keinen Fall eine Fahrt am Stadtrand buchen. Diese sind meist nicht einmal existent und kosten nur Unmengen an Geldern. Wir haben direkt bei unserer Reiseagentur „Neckermann“ gebucht und waren rundum zufrieden.
Los ging es am frühen Morgen mit einem orangefarbenen Jeep in Richtung Taurusgebirge. Abgeholt wurden wir von einem dickbäuchigem, quirligem Typen, der uns mit seinem freundlichen Grinsen jegliche Müdigkeit aus den Augen strahlte.

Als alle acht Personen eingesackt und im Auto platziert wurden ging es los. Unser Fahrer drehte die Musik lauter und trommelnde Bässe schlugen uns um die Ohren. Wir fuhren mit 14 weiteren Wagen im Rücken, die steilen Straßen zum Gebirge hinauf. Hoch oben angekommen gab es vorerst eine Einführung, Regelungen die wir unterzeichnen sollten und ausdrückliche Verbote, die herumstreunenden Kamele zu fotografieren. Kamele? Ja! Ich müsste sogar noch ein paar Fotos von solch einem Prachttier im Petto haben. Oh, habe ich Fotos gesagt…

Natürlich, wie es mir schon vorab klar war, stellten diese unterzeichneten Regelungen lediglich eine Absicherung für das Unternehmen dar, aber keine generelle Pflicht sie einzuhalten. Was macht man also? Statt still und angeschnallt auf seinem Po sitzen zu bleiben, steht man auf und lehnt sich aus dem fahrenden Auto. Egal wie schnell man sich fortbewegt, irgendein Gefühl sagte einem, es werde nichts passieren. Doch die Fahrt geriet erst in vollsten Schwung, als der Fahrer die schweren Wasserkanister unter den Plätzen hervorholte und jedem von uns eine Wasserpistole in die Hand drückte. Nun gut, somit hatte die Wasserschlacht begonnen! Einen fantastischeren Einfall hätten sie nicht haben können. Bei glühender Hitze auf unseren Köpfen, sorgten diese Wasserspiele für eine deftige Abkühlung und eine Menge Spaß!

Wir fuhren auf schmalen Landstraßen durch das Tal und gelangten nach einer guten Stunde in ein zierliches Landhaus, vor welchem bereits eine alte Dame an den bekannten Yufka arbeitete. Innen befanden sich typisch türkische Sitzecken, bequem mit zahlreichen Kissen und Decken angehäuft. Wir ließen uns nieder und bekamen Shisha’s und warmes Yufka, gefüllt mit Kartoffeln, Käse und Schnittlauch gereicht. Meinen Geschmack traf es zwar nicht so wirklich, aber die anderen waren umso begeisterter. Plötzlich zog mich der Chef der Organisation zur Seite und fragte mich, ob er ein Foto mit mir machen könne. Ich war völlig perplex und wusste nicht weshalb er das wöllte. Als hätte er meine Gedanken anhand meines verwirrten Gesichtsausdruckes gelesen, sagte er, ich sei so blass wie ein Käse und wir müssten das unbedingt festhalten. Denn er hätte noch nie eine so weiße Person gesehen (Tja, schade dass er mich 3 Tage danach nicht gesehen hat. Ich wette, meine Bräune hätte seine geschlagen!)

Später ging es weiter ins Gebirgsinnere. Auf uns warteten die schönsten zwei Stunden meines bisherigen Auslandsaufenthaltes. Ungelogen! Es. War. Einzigartig! Wie im Paradies, wurden wir von einheimischen Kindern und deren Großeltern empfangen. Wir ließen uns auf bettenähnlichen
Bauten nieder, die sich über dem treibenden Wasser befanden. Hinter uns stachen mir zwei unfassbar schöne Wasserfälle ins Auge. Davor ein Wasserrad und ein kleiner Teich in dem die Kinder badeten. Sogar ein Sprungturm wurde dort für sie angebracht. Ich beobachtete die flinken Hände der alten Damen, wie sie ein kleines Buffet für uns aufbauten. Unter landestypische Gerichten gab es Melone, frisch gefangenen Fisch und Hähnchenspieße. Normalerweise bin ich sehr vorsichtig, was Essen außerhalb des Hotels angeht. Denn leider reagiert mein Magen darauf sehr empfindlich 😀
Aber hier musste ich einfach zuschlagen. Es sah so so gut aus! Und einer solchen Gastfreundlichkeit kann ich auch nichts abschlagen.
Gesättigt fuhren wir weiter in Richtung „Stadt“. Die einzige, in 50 km Umkreis. Nicht umsonst wählte ich die Anführungszeichen, denn hinter dieser „Stadt“ verbargen sich an einer Hand ab zählbare Häuschen. Ein winziger Markt erstreckte sich über die einzige Straße weit und breit. Links und Rechts urtypische, lächelnde Gesichter. Bevor wir wieder fuhren, erhaschte ich einen Blick auf traditionelles Geschirr. Ich konnte nicht anders und musste der alten Dame einfach ein paar goldene Löffel mit rot besetzten , glitzernden Steinen abkaufen. Da die Bewohner nur vom Nötigsten leben und ihnen ein(!) einziges Auto zur Verfügung steht um Einkäufe zu tätigen, oder ins Krankenhaus zu fahren, steckte ich der Omi ein paar Groschen mehr zu. Ihr Lächeln? Unbezahlbar. Es war einer der schönsten Momente in meinem gesamten Sommer. Und eine Sache, an die ich mich noch Ewigkeiten erinnern werde. Vor allem, weil sie mir vor lauter Euphorie noch einen weiteren Löffel ins Tütchen packte. Goldig!
Falls ihr euch ebenfalls dazu entschließen solltet, Alanya zu besuchen, lege ich euch diese Tour organisiert von Sherlock Holmes wärmstens ans Herz. Nun begebe ich mich zum Airport um meinen Flug nach Portugal zu erwischen. Seid lieb gegrüßt.

 

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Wahnsinn wie schnell wir uns dank der heutigen Technik an einen ganz anderen Ort, weit über die Grenzen Deutschlands bewegen können. Verschlagen hat es mich diesmal nach Kroatien. Im Sommer stand ich diesem Land eher skeptisch gegenüber und wollte mich partout nicht dazu überreden lassen mitzufliegen. Ich weiß nicht, aber irgendwie ließ ich mich sehr von Vorurteilen leiten. Nachdem ich mich etliche Stunden später in die Empfehlungen und Bilder anderer Urlauber hineingelesen hatte, sagte ich schlussendlich zu und bereue es kein Stück!
Menschen – überdurchschnittlich freundlich!
Männer – ganz schnuckelig!
Natur – ein wahrer Traum!
Klima – oh, zumindest bleibt hier die Winterjacke im Schrank.
Sonntag Nacht erreichten wir das kleine Örtchen Cavtat. Dank Fensterplatz im Flugzeug konnte ich mir bereits vor der Landung ein Bild von Kroatien machen. Sah wirklich ganz nett aus. So dunkel. Haha. Aber als wir am nächsten Morgen unsere Balkontür öffneten, war ich wirklich mehr als sprachlos. Eine winzige, bunte von hohem Gebirge umgebene Stadt erhob sich vor meinen Augen. Ich atmete tief ein und spürte wie sich die Wellen des Meeres um mich schlugen. Ein atemberaubender Ausblick, den ich euch definitiv noch festhalten werde!
Nach dem Frühstück beschlossen wir – wie echte Touris eben – erst einmal die Stadt zu erkunden. Cavtat (Saftat ausgesprochen) liegt unterhalb Dubrovniks und wird in kaum einer Karte erwähnt. Schmale, lange Straßen umwinden Hafen und Restaurants. Gerade mal eine Stunde bräuchte man (mit Tourifotos und so) um das kleine Städtchen zu erkunden. Aber was man dabei alles entdecken kann, lässt Herz und Magen höher schlagen! Die Häuser sind teilweise sehr heruntergekommen, was aber nicht unbedingt tragisch ist. Denn irgendwie hat Cavtat seinen ganz eigenen Charme, um seine Besucher um den Finger zu wickeln. Da stören nicht mal die Baracken nebenan, wenn darauf schon wieder ein riesig, verziertes Anwesen und grinsende Bäckerinnen warten 🙂
Außerdem laufen hier überall kleine Kätzchen herum. Leider bin ich etwas unschlüssig, ob ich sie wirklich mit kleinen Streicheleinheiten verwöhnen sollte oder lieber die Finger von ihnen lasse. Aber seitdem mir in Barcelona so manche Horrorgeschichte über Straßenstreuner erzählt wurde, halte ich mich doch lieber von ihnen fern. Dabei sind sie so unfassbar niedlich!

 

Restaurants:
Falls ihr lecker schlemmen wollt, lege ich euch das „Local Cuisine Dalmatino“ wärmstens ans Herz. Es liegt direkt am Wasser und im Gegensatz zu „Buffet Atlas“ bekommt man hier nicht nur eine schöne Karte, sondern auch wirklich das, was auf den Bildern gezeigt wird! (Ich hatte mir einen normalen Salat bestellt, bekam zu meiner Überraschung allerdings einen Teller mit Gurken – und Tomatenscheiben, einem halben(!) Ei und jeweils einer Scheibe Käse und Schinken serviert. Oh man, so etwas habe ich auch noch nicht erlebt. Ich habe mich köstlich darüber amüsiert, aber nochmal sollte sowas nicht passieren haha :-D)

 

Achtung!
Besonders empfehlenswert ist es, sich Badeschuhe für den Sprung ins kalte Nass mitzunehmen! Hier lauern an jeglichen Felsen Seeigel! Sie sind süß, aber oho!
Selbst jetzt im Oktober, messen die Anzeigetafeln noch eine Wassertemperatur von 21 Grad. Das ist verglichen zu unserem Außenpool sehr, sehr warm haha.
Und wisst ihr was ich noch so faszinierend und ulkig finde? Hier sind an jedem Felssprung, an jeder Bucht und an weiteren, seltsamen Badestellen – haltet euch fest – Duschen! Das ist so weird, dass ich diese einfach jedes Mal festhalten musste 😀 Meine bisherige Lieblingskonstruktion seht ihr weiter unten. ( Es gab sogar eine, die von Kacheln mit kleinen, gelben Entchen umschlungen wurde. Leider hatte ich bei dieser Entdeckung bereits meine Kamera zurück ins Hotel geschafft, aber ich suche sie definitiv nochmal auf! Diese Dusche kann ich mir und der Kamera nicht entgehen lassen!
Morgen geht es (hoffentlich) nach Dubrovnik. Es soll schütten, deswegen planen wir eventuell nochmal um. Am Freitag begebe ich mich – sozusagen als Highlight meiner Reise – nach Montenegro. Oh man bin ich gespannt – und ich hoffe ihr genauso! Wir hören uns 🙂
P.S: Wie gefällt euch eigentlich das neue Design ? 🙂

 

 

 

 

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Mallorca. Diese Insel assoziieren wir wohl mit kaum mehr als Ballermann, Partyexzessen und billigem Alkohol. Riskiert man allerdings einen leichten Blick hinter die Kulissen, brennt sich schlagartig ein ganz anderes Bild in unsere Köpfe ein. Schon mal was von Valldemossa gehört?

 

Keine Stadt hat mich bisher so fasziniert wie Valldemossa. (Ok das stimmt nicht ganz, Barcelona bleibt wohl auf Ewig mein Favorit.) Schmale, steile Straßen ziehen sich durch das kleine Örtchen. An jedem Hauseingang befinden sich bunt verzierte Kacheln, die die Legende der Catalina Thomás erzählen. Nur gut zwei Tage vorher, feierte die Gemeinschaft den Geburtstag ihrer eigenen und einzigen Heiligen. Übrig blieben davon die zahlreichen Abbildungen Ihrerseits und Girlanden so weit das Auge reicht. Egal in welches Geschäft man seinen Fuß setzte, überall empfingen einen die Leute binnen Sekunden mit warmherzigen Gesten und Sprüchen. Nicht so aufdringlich, wie es in der Türkei üblich war. Eine ungewohnte aber angenehme Wendung.

Mit gerademal 2000 Einwohnern, fiel es uns nicht allzu schwer, die gesamte Ortschaft innerhalb von nur zwei Stunden zu erkunden. Auch hierbei schätzten wir die Gastfreundschaft der Einheimischen sehr. Wir wurden in Häuser geladen, spazierten in den verschiedensten Gärten und stolperten zu guter Letzt die steinigen Treppenstufen zum Geburtshaus der Catalina empor. Eine wirklich ansehnliche Kapelle errichtete sich vor unseren Augen. Nur so wirklich identifizieren konnten wir das kleine Röhrchen unterhalb der Statue nicht. Ein Rätsel, welches nicht einmal von den umfangreich, beschriebenen Tafeln aufgeklärt wurde. Weiß jemand von euch wofür es steht?
Als wir mit unserem Rundgang fertig waren, genossen wir noch einige Minuten das Treiben auf dem Marktplatz. Mandelmilch – und Kuchen wurden uns hier als traditionelle Köstlichkeiten angepriesen. Grund dafür, sind die rundum Valldemossa wachsenden Mandelbäumchen. Also: Wer Valldemossa zukünftig einen Besuch abstatten sollte, muss diese Delikatesse unbedingt probieren! 🙂
Und verratet mir dann wie es geschmeckt hat, ich vertrage leider keine Mandeln 🙁 sad me
Nachdem ich mich so sehr in dieses Örtchen verliebt habe, werde ich definitiv ein weiteres Mal vorbeischauen. Die vollkommene Freundlichkeit hat mich einfach so sprachlos gemacht. Nirgends wurde ich bisher so herzlich empfangen! Es liegt eben etwas vom Schuss und bietet genug Ruhe – ein wenig Abwechslung vom Großstadtleben schadet nie! Des weiteren muss man zu allererst das riesige Gebirge durchfahren, bevor man in das gerade mal 18 Kilometer entfernte Palma gelangt. Dabei werden Augen und Ohren staunen (Die Insekten dort sind wahnsinnig laut!)
 
Mein Fazit: Eine fabelhafte Ortschaft mit ulkig gekleideten, aber liebevollen Menschen! Definitiv einen Besuch wert! 
Und nun viel Spaß bei der nächsten Urlaubsplanung haha 🙂 Vielleicht war ja bereits jemand von euch in diesem Städtchen und mag mal seine Erfahrung dazu kundgeben?
 Im nächsten Post kehre ich zurück nach Alanya und erzähle euch von unserer Begegnung mit den Einheimischen bei der Jeep Safari. Alles Liebe, Lisa.

 

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