Christmas in Australia

img_5174Das war es also. Kurz und schmerzlos. Aufregend, wunderschön, erfahrungsreich. Weihnachten in einem anderen Land, auf einem anderen Kontinent, fünfzehntausend Kilometer entfernt von Daheim. Neben Kängurus und Koalas. Wer hätte gedacht, dass die Australier unserem Weihnachtsbrauch von Rotkraut und Klößen so nahe kommen würden. Okay gut, beinahe.

Pünktlich zum Vierundzwanzigsten verwandelte sich der öde Regen in strahlenden Sonnenschein, und brachte fünfunddreißig Grad und tausende, widerliche Fliegen mehr mit sich. Aber wenn das kein Australisches Weihnachten ist, dann weiß ich auch nicht weiter 😀

Meine Chefin lud mich spontan nach der Arbeit ein, bei ihr und ihrer Familie vorbeizuschauen. Nichts erwartend erreichte ich die Feier gegen späten Nachmittag und wurde von unzähligen, strahlender Gesichtern und einem gigantischen Barsch begrüßt. Obwohl ich keinen Fisch esse, musste ich diesem Barsch ein Go geben. Und Tatsache, er war mehr als hervorragend! Unglaublich was die Aussie aus mir machen. Ich wurde bereits ein Radfahrfanatiker und nun noch zum Fischliebhaber?  

 australia_ka%cc%88nguru Anyway. Für das Hauptmahl musste geschuftet werden. Wir versammelten uns alle in der Küche, in der bereits für jeden ein Arbeitsbereich vorbereitet war. Gekocht wurde: Chicken Tikka Masala. Indisch statt Australisch. Na gut. Aber das unfassbar gut! Wir genossen den Abend mit Livemusik und Milkshakes, bevor es mit einer üblen Fahne aufs Rad nach Hause ging (natürlich herbeigeführt von den australischen Milkshakes) 😀

Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen und ab nach Wonthaggi, der nächstgelegenen, größeren Stadt. Aber nicht um dort dem gigantischen Shoppingcenter (hust) einen Besuch abzustatten, sondern um von dort aus weiter auf eine Farm zu gelangen. Wie Australisch könnte es bitte noch werden?   img_5155img_5191Eine riesige Familie und hunderte Kühe empfingen mich herzlich und muhend. Die Farm bestand aus drei separaten Häusern und einem gigantischen Areal von Land. Mir wurden nicht nur interessante Informationen über die Farmarbeit vermittelt, nein, ich wurde sogar in die australische Küche eingeweiht. Zu speisen gab es Seafood (was sonst bei der Hitze?), Kartoffelsalat und Unmengen an Rote Beete – also fast wie zu Hause. Der Nachtisch übertraf allerdings alles. Eine weiße, nach Schaumküssen schmeckende Torte „Pavlova“ und der traditionelle Christmas Pudding wurden aufgetischt. Köstlich. So köstlich, dass wir nach Hause rollen mussten. Ihr seht, selbst auf Übersee ändert sich zumindest zu Weihnachten, gar nichts 😀

Zum Höhepunkt des Tages gehörte eine Quadtour, bei der wir kreuz und quer über die Farm durch Kuhherden rasten. Abartig geile Erfahrung!

Die Einladung fürs kommende Jahr hab ich auch schon in der Tasche. Eine goldige Familie! Hoffentlich sehen wir uns wieder! Vielen Dank an Anne (my fat bum) und Lori (my cheeky chicken), die mir diese Erfahrung ermöglicht haben! 🙂 Und Merry Christmas an all meine Freunde – ich hoffe ihr habt die Zeit mit Familie und Freunden ausgiebig genossen!

Dennoch, so schön wie diese Möglichkeit auch war, ich hätte mich schon gern nach Hause zu meinen Liebsten und einer fetten Portion Klöße gebeamt. Weihnachten ohne euch, den Glühwein und Opas zauberhaften Kochkünsten ist halt einfach nicht das selbe. Hab euch lieb und vermisse euch. 

img_5158

Follow:

2 Comments

  1. Februar 12, 2017 / 9:40

    Das klingt ja toll! Ich will auch unbedingt mal nach Australien 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Lisa
      Februar 12, 2017 / 23:28

      Land und Leute sind der Wahnsinn! Pack auf jeden Fall deine Kamera mit ein, du wirst viele Gelegenheiten für einen netten Schnappschuss haben 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.