Schlosspark Bald ist es soweit Abschied zu nehmen. Bald naht die Zeit, sich die Hand zu reichen und den ganzen Körper an sich zu pressen. So fest es nur geht. Bald wird es der letzte Kuss sein, die letzte Umarmung. Die letzte Chance beieinander zu sein. Wer weiß, wann man sich wieder sieht. Bald. Bald ist es soweit und der Flieger steigt hoch hinaus in ein neues Abendteuer.

46 Tage, 6 1/2 Wochen, 1092 Stunden Zeit die ich noch mit Familie, Freund und Freunden verbringen kann, bevor die Reise meines Lebens beginnt. Noch vor knapp 3 Monaten war mir nicht einmal bewusst, wohin es für mich im nächsten Jahr gehen werde. Ob ich aufgeregt bin? Ob ich meine Lieben nicht vermissen werde?

  Wie ich die Sache mit meinem Freund handle?albrechtsberg_downtownjourneyDiese Fragen bekomme ich in letzter Zeit sehr oft gestellt. Natürlich fällt es mir nicht besonders leicht alles hinter mir zu lassen. Allerdings wird die Entfernung, wenn ich Deutschland verlasse, nicht meine größte Veränderung sein. Sondern die Tatsache, dass wir unser Haus verkaufen, mein Heim in dem ich 20 Jahre lang aufgewachsen bin. 20 Jahre meines Lebens erlebt und Erinnerungen gesammelt habe. Ich verlasse mein Baumhaus, meinen Rückzugsort, meine geheime Geldkammer, mein Wolfsrudel. Ich werde meine Katze abgeben müssen, der wohl schmerzlichste Fakt überhaupt. Meinen geliebten Kater, der mich 10 Jahre lang begleitet hat und immer für mich da war. Der sich neben mir eingerollt hat, als ich tränenüberflutet im Bett lag. Der einfach gespürt hat, wenn es einem nicht gut ging. Ihn werde ich wohl am meisten vermissen, wenn ich wieder zurückkomme, denn ihn werde ich nie wieder zurückbekommen..

Es hat alles immer seine guten aber auch schlechten Seiten ein Jahr und länger fortzugehen. Heimweh wird mit innerer Selbstfindung verbunden. Materielle Verluste mit wertvollen Erfahrungen. Der randvoll gefüllte Kleiderschrank wird gegen einen 60 Liter Rucksack ausgetauscht und die Sneakersammlung gegen ein einziges Paar Schuhe. Man ist auf sich selbst gestellt, muss allein vorankommen.  Das Leben am Limit beginnt.  detail_downtownjourneyIrgendwie habe ich Angst. Die letzten zwei Monate waren mehr als grandios. Ich habe so viel Neues erlebt, habe mich richtig fallen gelassen, die Zeit genossen und die Liebe lieben lassen. Sobald ich zurück bin, wird nichts mehr so sein, wie es mal war. Logisch, in dem einen Jahr werde ich nicht die Einzige sein, die sich verändern und weiterentwickelt. Freunde, Freund und Mama werde ebenfalls neue Erfahrungen sammeln. Ich hoffe aber nur die Guten. Vielleicht komme ich zurück und meine Mom ist verheiratet? Vielleicht wird mein Freund eine neue Freundin haben? Vielleicht bekommt meine Schwester ein Kind? Wer weiß das schon. Ich hoffe aber nur die Guten.

Ich denke dieser Trip wird mich nicht nur äußerlich verändern, sondern mir auch ein neues Selbstwertgefühl geben. Ich bin wirklich gespannt, wie ich jegliches Problem meistern oder  missen werde. Es bleibt spannend. Aber ich werde euch hier offen und ehrlich auf dem Laufenden halten. Euch die ganze Wahrheit berichten. Alles was schiefläuft, alles was wir erleben. Sowohl über die positiven Aspekte als auch die negativen. Ob Australien wirklich so fabelhaft ist, wie alle behaupten. 

Bis bald! Eine Verabschiedung bedeutet nicht immer gleich ein Abschied für immer. Wir sehen uns in Australien. detail_downtown_journey downtown_journey_schloss downtown_journey_schloss1 downtownjourney_Schloss2

Top / Zara 

 Rock / Romwe

 Kette / Stilnest / Luisa Lion Collection

 Schuhe / Primark

Tasche / Yve Saint Laurent

 Uhr / Casio 

Follow:

“The world is a book and those who do not travel read only one page.”

(Wen mein unendlich langer, einsamer Dialog langweilt sollte ganz schnell nach unten scrollen!)

Müde klappe ich meinen Laptop auf, logge mich in gefühlt tausende Netzwerke ein und überprüfe die neusten Nachrichten. Eigentlich habe ich nun wirklich keine Zeit für eine Episode meiner derzeitigen Lieblingsserie „Weeds“, doch mein Augenmerk will einfach nicht vom Favoritensternchen weichen, 20 Minuten abschalten? Viel zu verlockend! Theoretisch sollte ich an meinem Französischvortrag sitzen, theoretisch müsste ich auch noch etwas für Geschichte lernen und wenn man so will, könnte ich meiner Mom auch einen Gefallen tuen und das Geschirr abwaschen. Ach und was ist mit ein wenig Fitness, würde auch nicht schaden. Aber stattdessen verweile ich in meinem Bett. Ich bin einfach faul geworden, schlichtweg faul. Aber bei einer Sache fasse ich mir immer wieder an den Kopf und reime mir die schönsten Dinge zusammen. Meine Zukunft. 

Ein bisschen Neid kitzelt mir schon unter der Nase, wenn ich mir vor Augen führe, dass all meine Freunde nun bald ihren Abschluss in der Tasche haben. Während ich noch mehr oder wenig fleißig in der Schule versuche aufzupassen, vergnügen sie sich bereits alle mit Tiger, Weihnachtsmann und Hawaiikostümen auf dem Schulhof. Lachen getreu dem Ziel, es endlich geschafft zu haben, entgegen. Okay zugegeben, eigentlich war ich bislang mit meiner Entscheidung, die Schule zu wechseln um mein Wissen in Recht – und BWL voranzutreiben, ganz glücklich. Aber jetzt kommt langsam die Zeit, in der ich einfach keine Lust mehr habe auf dieses ständig, eintönige lernen.

Ich will endlich raus! Raus aus dem kahlen, kühlen Deutschland und endlich die Welt erkunden! Es gibt so viele Kulturen zu entdecken und Plätze zu besuchen, das verlangt einfach Zeit! Viele meiner Freunde verabschiede ich im kommenden Sommer. Sie fliegen ins Ausland, ziehen in andere Städte und lassen Neues auf sich zukommen. Und ich.. warte noch ein Jahr. Allerdings möchte ich natürlich auch nicht nur nörgeln! Denn in diesem Jahr, habe ich noch zahlreiche Möglichkeiten um mein Konto ordentlich aufzufüllen, damit ich dann meinen Plan sofort in die Tat umsetzen kann.
                                                                                                        R E I S E N!

In den kommenden Monaten wird sich mein Blog immer mehr zu einem klitzekleinen Travel Journey verwandeln. ( Vielleicht wird es auch etwas ausarten.. haha) Ich werde euch mitnehmen und euch die schönsten Orte, Restaurants und Landschaften zeigen, um euch vor allem auch ein wenig Inspiration zu liefern 🙂 Ich finde einfach, dass das Reisen etwas Besonderes ist und sich niemand davon abhalten lassen sollte. Wir leben in einer offenen Gesellschaft, die uns darin zum Glück auch nicht (mehr) einschränkt! Keine bessere Möglichkeit gibt es, seinen Horizont zu erweitern. Klar, wir können viel lesen und auch unserer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, es allerdings wirklich zu erleben ist doch sicherlich viel spannender, oder? Meiner Meinung nach, sollte jeder anfangen sein Geld in Erfahrungen zu investieren, als in irgendwelche Luxusgegenstände. Denn was hat im Leben mehr Wert, die neuste X Box oder der nächste Flug ins Ungewisse?

Wenn ihr mich also begleiten wollt, würde ich mich unheimlich darüber freuen! Ich teile gern meine Erfahrungen mit euch und bin auch gespannt, was ihr daraus macht! Vor 3 Wochen befand ich mich in Schottland (Bilder und Artikel folgen noch, wenn ihr wollt?!) und in 2 Monaten geht es für mich nach Alanya, gefolgt von Alcudia. Und wenn alles klappt, brause ich im Oktober zusammen mit einem Freund und seinem Auto um Australien! (Ja, ja das wird in einer Katastrophe enden, 22 h fliegen oh mein Gott! Und ist jemanden aufgefallen, dass all meine Ziele mit A anfangen? Haha, witzig.)

!! Falls ihr Tipps, Tricks und Anregungen für mich habt, lasst diese mir doch in einem Kommentar oder Mail an (athousandmiles@web.de) da. Ich bin schon gespannt! Und jetzt erzählt mir, wohin verschlägt es euch als nächstes? 

It is not in the stars to hold
                                    our destiny but in ourselves.

Follow: