Schwungvoll lasse ich mich auf den heißen Ledersitz fallen. Der Schlüssel dreht sich im Zündloch herum und augenblicklich versetzt es mir einen sanften Ruck. Es knattert, Schlaglöcher springen mir in den Weg und eine sanfte Brise umweht mein rot gebranntes  Näschen. Flammende Felder, gigantische Tempel, lächelnde Gesichter und bunte Straßenstände ziehen an mir vorbei. Frauen, die ihre Waren in einem Korb auf ihrem Kopf auszubalancieren versuchen, winken mir herzlich hinterher. Kleine strahlende Kinderaugen rennen neben meinem Zweirädrigen Gefährt entlang und der ein oder andere süß anzusehende Hund kreuzt meinen Weg. Es ist ein angenehmer Tag, nicht zu schwül, nicht zu brennend. Der perfekte Start, um Bali zu erkunden.

Wir lassen uns in einem balinesischen Warung nieder, bestellen typische Landskost und lauschen den Klängen des naheliegenden Bächleins. Um uns herum Dschungel. Kreischende Affen starren gierig auf die Teller anderer Gäste, bunte Geckos streifen die Tischoberflächen und hier und da lässt sich ein Kolibri blicken. Es ist einzigartig, wunderschön und so entspannend. Ein Ort, an dem man sich von all seinen Gedanken losreißen kann und sich in der Zeit verliert. Nach einer kleinen Stärkung, bedanken wir uns für das schmackhafte Essen mit geschlossenen Händen und einen leichten Kopfverneigung und verschwinden über eine hölzerne Brücke zurück zu unserem Moped. 

 Auf der Straße zurück entdecken wir die kuriosesten Dinge. Mopeds(!) meterhoch vollgepackt mit Reissäcken, Waren oder Möbeln. Kinder, nicht älter als 10 Jahre, die sich zwischen dem Verkehr entlang schlängeln, als säßen sie auf einem Fahrrad. Eltern, die sich mit Kind und Baby einen Drahtesel teilen, ohne Helm, ohne Schutz. Väter, die ihre Kleinen während der Fahrt Film schauen lassen. Dinge, die so gar nicht gern in Europa gesehen werde. Dinge für die du normalerweise hohe Bußen zahlen müsstest. Aber trotz all dem, sah ich bislang keinen Unfall und keine Ambulanz, die unseren Weg streifte. Denn eines muss man den Leuten lassen, sie haben ein unfassbar gutes Reaktionsvermögen.

Beim ersten Tempel angekommen, raubt es mir den Atem. Es ist ganz anders, als das, was ich bislang gesehen habe. Majestätisch heben sich spröde Steinmauern auf den hohen Felsen empor. Vor dem Tempel breiten sich die Weiten des Indischen Ozeans aus. Fast schon gespenstig, wird man beiderseitig von moosbewachsenen Skulpturen  umzingelt und angestarrt. Am Eingang verteilen braun gebrannte Männer bunte Gewänder. Die sogenannten Sarongs, ohne diese man den Tempel nicht betreten dürfte. Ich stelle mich so dusselig an, dass mir von einem der Tempelwächter geholfen werden muss, dieses Stück Stoff um meine Hüften zu schwingen.  

Voller Erwartungen steigen wir die schmalen Stufen empor und müssen uns dabei an allerhand Touristen vorbeidrängen. Eine asiatische Reisegruppe muss sich sogar vor einem diebischen Affen verteidigen. Wir können nicht anders, als dem Spektakel einen Blick zuzuwerfen. Der Räuber hält zielstrebig an einem Basecap fest, während sein Kamerade voller Erfolg einen Selfiestick in die Höhe streckt und damit herumwedelt. Seid also lieber vorgewarnt, auch wenn sie noch so niedlich dreinschauen, sind sie gewaltige Biester!

Mit blickenden Tankanzeige machen wir uns auf den Rückweg ins Resort. Nur haben wir bislang keine einzige Tankstelle gesehen und der Bedarf wird immer dringender. Wir erblicken einzelne Schilder, die auf Benzin hinweisen, doch weit und breit ist keine Zapfsäule in Sicht. Aber warum auch, wenn man das Petrol auch in „Absolut Wodka“ Flaschen füllen und am Straßenrand verkaufen kann? Ich sag euch, das war der billigste Tank meines Lebens. Und definitiv auch der Einzigartigste.

Story continues..

     Ich hoffe, euch hat mein kleiner Bali Tagebucheintrag gefallen und ihr seid schon so gespannt wie ich, auf den nächsten!! 🙂 Es war so wundervoll dort, ich könnte monatelang davon berichten! Wart ihr denn schon in Bali?? Und was war euer liebstes Plätzchen? 

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img_5590 Melbourne. Du und ich, das ist wie eine Hassliebe. Erst bringst du mich dazu, mich in deine strahlende Unschuld zu verlieben und im selben Moment würdest du mir nicht einmal die Hand reichen, wenn ich dem Abgrund nahe bin. Was ich damit sagen möchte, du trügst. Du bist mir erst entgegengekommen, als ich bereits drauf und dran war zu flüchten. Und nun sieh mich an, ich sitze in einem Bus, der Zivilisation desertierend. Deine atemberaubenden Wolkenkratzer ziehen an mir vorbei. Ich befinde mich auf meinem Weg, Ruhe vor dir zu finden. Auf einer Insel. Mit gerade mal 10.000 Einwohnern. Danke für die schöne Zeit, aber ich denke es ist gut, mich für einige Monate von dir zu trennen. Ich werde wiederkommen, keine Frage. Du hast mich einfach zu sehr verzaubert, als dass ich mich so einfach von dir losreißen könnte. Aber erstmal ist genug mit den Spielchen. Genug von dieser Hassliebe.

Natürlich wusste ich vor meiner Abreise, dass Australien kein märchenhafter Traum werden wird. Kein Rosentanz. Kein Zuckerschlecken. Nein! Ich wusste, es wird eine harte Zeit. Man ist auf sich selbst gestellt, man muss den eigenen Konsum kontrollieren. Man muss planen, einordnen, mitdenken. Doch so ehrgeizig wir es versuchten, desto weniger kam dabei heraus. Ich wusste auch, dass die Australier einen Fetisch haben, Backpacker  auszunutzen. Wer würde das nicht.

Aber dass ich diese Erfahrung am eigenen Leib erleben würde, war mir nie bewusst. Ich dachte, das wird schon. Irgendjemand wird sich schon finden. Ha! Falsch! Wie sehr wünsche ich mir, Australien wäre wie eine Attraktion auf Tripadvisor, der man eine deftig ausführliche Bewertung an den Kopf schmeißen könne. 

melbourne_1 melbourne_art_graffitimelbourne_federation_squareDie Wahrheit ist, wir haben eine Woche nachdem wir in Melbourne strandeten, eine Stelle in einem Restaurant gefunden. Dieses hätte nicht paradiesischer sein können. Mitte am Strand, eines der besten Restaurants Australiens, nettes Umfeld, grandiose Bezahlung. Aber, ein Haken war da. So tolerant wie sich die Leute dort den Menschen von Übersee auch gegenüberstellten, desto weniger waren sie es. Wir sollten binnen zwei Tagen alle Gerichte, Weine, Cocktails, Biere auswendig wissen. Hört sich einfacher an als es ist. Aber. Es ist menschlich von jemanden zu verlangen, zu wissen was wozu gehört. Es ist unmenschlich von jemanden zu verlangen, zu wissen woher, wann, wie, Geschichte, Preis, Geschmack und Co. , wenn man als Chef selbst keine Ahnung hat.

Mittlerweile bin ich es ja gewohnt, dass man in der Gastronomie keine Schulung bekommt. Irgendwo finde ich das auch gut. Unter Druck kann man sich nunmal besser einarbeiten. Aber bei einer Neueröffnung selbst als Manager so unorganisiert und verplant zu sein. Traurig. Uns wurden Gründe an den Kopf geworfen, die dreister nicht hätten sein können. Die eigenen Schuld wir natürlich nie in Frage gestellt. Irgendwo bin ich auch froh dort wieder raus zu sein, aber wir haben uns die größte Mühe gegeben. Und als Dank bekamen wir eine Woche lang nicht mal den geringsten Bescheid, was nun Sache ist. Merci. 

melbourne_australia1 melbourne_eureka_tower Nun, nach diesem Desaster, machten wir uns auf den Weg unsere Curriculum Vita’s –  kurz Lebensläufe – zu verteilen. Gute zwanzig Stück gingen dabei aus unseren Händen. In ganz Melbourne. Uns wurde versichert, man würde sich melden. Wir hätten eine Handvoll Erfahrungen vorzuweisen. Gebracht hat es folgendes. Ein Anruf.

Voller Erwartungen machten wir uns nun zum hoffentlich nächsten Arbeitgeber. Dieser schien vollends überzeugt von uns zu sein. Bedankte sich während der Schicht bei uns, was wir für einen guten Job machten. Wir bekamen Essen umsonst, das Arbeitsklima machte einen wunderbaren Eindruck. Nun der erneute Haken. Immer wieder hörten wir, dass es zwei Ausfälle für diesen Abend gab und sie nun froh sind Ersatz zu haben. Ersatz. Auf der Suche nach etwas zu trinken, stieß ich dann auf einen unfassbar hohen Stapel Lebensläufe. Normalität? Natürlich. Am Ende des Abends wurde uns versichert, wir dürften wiederkommen. Sie würden sich bei uns melden. Uns einen Anruf geben. Witzig, dass wir für acht Stunden Arbeit labbrige vierzig Dollar bekamen. Danke für Nichts! 

melbourne_graffiti melbourne1Die Suche ging über sämtliche Onlineportale weiter. Zwei Wochen lang meldete sich keiner. Erst jetzt, drei Tage vor meiner Abfahrt, bekam ich unzählige Mails. Ich lehnte dankend ab, denn ich würde mein Glück nun auf Phillip Island versuchen. Ich hatte mir das anders vorgestellt. Aber bin dennoch dankbar nun bei Deutschen anfangen zu können. Denn ich weiß einfach, dass Deutsche eine andere Auffassung von Arbeitsmoral haben.

Ich möchte natürlich niemanden entmutigen, Arbeit in Melbourne zu finden. Mir selbst bricht es das Herz, dass ich diese zauberhafte Metropole verlassen muss. Aber jedem sollte bewusst sein, wie hart es wird. Ihr findet auf dem Land viel einfacher eine Arbeitsstelle als in der Großstadt. Logisch. In den Städten ist jeder ersetzbar in kürzester Zeit. Auf dem Land sind sie über jede Hilfe dankbar. Und falls alle Stricke reißen sollten, gibt es ja immer noch WWOOFING und Workaway. Arbeiten für Kost und Unterkunft.

Ich denke so eine kleine Auszeit von der Extreme tut mal ganz gut. Auch meinen Alkoholkonsum werde ich damit wohl einstellen können haha.

Melbourne, ich liebe dich trotzdem! 

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great_ocean_road_waterfallIch befinde mich fernab von dem, was ich einst mein zu Hause nannte. Genau vor einem Monat nahm ich meine Liebsten zuletzt in die Arme. Tränenüberflutet standen wir eng umschlungen am Flughafen beieinander. Doch einer musste sich losreißen. Einer lockerte seine Kräfte. Und das war ICH.    australia_animals Nun, 31 Tage später, befinde ich mich dort, wo ich mich schon immer hingeträumt habe. In einer Stadt, die nicht aufgeschlossener, nicht farbenüberfluteter und nicht weltoffener sein könnte. Eine Stadt lauter ausgefallener Menschen, Hippies und zwischendrin auch Anzugsträgern. Melbourne.

Auf der einen Seite erblickt man die gigantischen Riesen, während sich auf der gegenüberliegenden endlos weite Gärten ausbreiten. Die Stadt ist so ausgefallen, dass man einfach jeden Tag etwas anderes, besonderes erfährt. Mittlerweile bin ich hier seit knapp zwei Wochen – und noch nie habe ich derart viele Museen und Ausstellungen besucht! Aber diese Stadt scheint einen einfach dazu zu verleiten. Der Wahnsinn.  great-ocean-road-7great_ocean_road_geelong geelongDie Tage vor unserer Ankunft in der Weltmetropole verbrachten wir damit, die Great Ocean Road zu inspizieren. Zehn Tage lang fuhren wir kreuz quer von Adelaide über Robe, Portland, Port Fairy, Cape Otway, Apollo Bay, Lorne, Torquay und Geelong. Zugegebenermaßen erwies sich diese Campingzeit als gar nicht mal so übel. Und dabei hasse  ich campen (eigentlich)!   great_ocean_road_1gor great-ocean-road-1Leider hat das zwanglose „In den Tag hineinleben“ ab morgen erstmal ein Ende. Irgendwann holt einen der Alltag dann doch wieder ein. Aber ich möchte mich auf gar keinen Fall beklagen, denn was andere als Wunsch ansehen, wird für meinen Travelmate und mich Wirklichkeit. Wir dürfen direkt am Strand arbeiten, mit einem fetten Ausblick auf den Ozean. Okay nicht ganz. Port Phillip Bay mogelt sich noch dazwischen. Aber Wasser bleibt schließlich Wasser oder? 😀

Hoffentlich zieht uns die Sonne keinen Strich durch die Rechnung, denn wir beide scheinen besonders anfällig auf diese extrem widerliche Sonneneinstrahlung zu sein haha.

Ich bin wirklich gespannt, was sich in der nächsten Zeit alles entwicklen wird.

 Aber ich habe mich definitiv schon ein klein wenig verliebt.

In Melbourne. 

P.S: Leider hatte meine SD-Karte keine Lust mehr auf mich und demzufolge sind alle Bilder der ersten 2 Wochen zunichte. Ich hoffe, dass ich sie irgendwie durch anderweitige Hilfe wieder retten kann.. Falls jemand jemanden kennt oder weiß wie ich meine Bildchen wiederherstellen könnte, lasst es mich wissen. Demzufolge seht ihr nun ein paar Aufnahmen, die von meinem Travelmate Vreni stammen 🙂 Cheerio! 

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unknown-10Ein zartes Lüftchen weht mir um mein Näschen, als ich den Herzogstandgipfel mithilfe der Standseilbahn erreiche. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich blicke auf zwei Seen, die durch spröde Gesteinswände geteilt werden. Zu meiner Linken strahlt der Kochelsee in einem klaren Blauton, zu meiner Rechten der Walchensee. Unser eigentliches Ziel. Doch als wir ankommen, bemerken wir, welch atemberaubendes Naturschauspiel sich vor unseren Augen abspielt.

Nur wenige Kilometer südlich befindet sich die österreichische Grenze. Davor ragen etliche Berspitzen empor. Die Alpen. Mit Schneebedeckt und zum wandern einladend, bestaunen wir unsere Lage. Es ist einfach nicht in Worten zu fassen, welch unglaubliches Gefühl in einem selbst entfacht wird, wenn man sich mit einem derartigen Ausblick auf 1730 Metern Höhe befindet.
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Der Walchensee liegt nur 81 Kilometer (also gut eine Stunde) von München entfernt und ist einen Tagesausflug mehr als wert! Mit 28 Grad im Schlepptau hatten wir absolut perfektes Wetter abgefasst. Der See lud nicht  nur zum Wandern, sondern mit seinen zahlreichen Bademöglichkeiten, auch zum Verweilen ein. Nach einem 10 minütigen Walk erreichten wir ein kleines, urtypisch bayrisches Restaurant und ließen uns nieder. Die Kellnerin brachte uns ein Maß Ruß, den wir ungeplant in 5 Minuten verputzen mussten (ansonsten hätten wir den gesamten Berg hinunter wandern müssen, da die letzte Bahn viertel nach fünf fuhr) Samt Kellnerin und Wirt machten wir uns zwischen klingenden Kuhglocken und hohen Gräsern auf zurück zur Standseibahn.unknown-14Unten angekommen versuchten wir unser Glück bei einem Bootsverleih. Leider hatte dieser bereits geschlossen bzw. war schon eifrig dran und drauf seine Boote ins Bootshaus zu manövrieren, doch gestattete uns dennoch, eines der Boote für ein Stündchen zu nutzen. Wir sollten es lediglich wieder zurückbringen, eigenhändig anschließen und dem Pensionswirt Bescheid geben. Das nenne ich Gastfreundschaft! (Oder er wollte einfach noch ein paar Moneten verdienen haha) Auf jeden Fall hatten wir einen  ziemlich schönen Tagesabschluss. Wir ruderten soweit hinaus, bis wir uns zwischen all den gigantischen Bergen befanden. Ein wahnsinns Bild!
Bevor es für uns nach Hause ging, gestatteten wir dem Gasthof, von dem wir das gute Stück ausgeliehen hatten, einen kleine Besuch ab. Dort gab es schöne, deutsche Landskost. Schnitzel mit Kartoffeln und Käsespätzle. Leute das waren die besten Käsespätzle meines Lebens! Schaut also unbedingt mal bei dem Gasthof „Edeltraut“ (Seestraße 90 / 82432 Walchensee) vorbei, falls ihr in der Ecke sein solltet 🙂

Ich hoffe, ich konnte euch eine kleine Inspiration innerhalb Deutschlands geben! Servus!  unknown-9unknown-8 unknown-11unknown-19

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baarcelona Jeder der mich kennt weiß, dass es nur eine Stadt gibt, die tief in meinem Herzen verankert ist. Die mich mit ihrer grenzenlosen Vielfalt in ihren Bann zieht. Und in der die Leute nur so vor Glück strotzen. Barcelona. Seit Jahren ist diese Stadt mein Reiseziel Nummer eins. Allerdings habe ich es bisher nur zweimal dorthin geschafft. Als es im Juli endlich wieder soweit war, konnte ich mich vor lauter Aufregung kaum im Zaum halten. Ich glaub ich bin auch gefühlt allen Menschen, mit denen ich kurz davor zu tun hatte, permanent auf die Nerven gegangen haha, upsi. Entschuldigt dafür! 😀

Da ich mittlerweile das ein oder andere Eckchen kenne, möchte ich euch heute einen kleinen City Guide präsentieren, mit dem ihr mit Sicherheit einen absolut schönen Trip erleben werdet! Denn ich zeige euch nicht nur das, was in jedem Reiseführer oberste Priorität hat, sondern auch Teile Barcelonas, die auch ohne spezifischeres Grundwissen zum verweilen einladen. Starten wir jetzt:

Hotel & Lage: 

Unser Hotel nannte sich „Renaissance Barcelona Fira Hotel“ und lag auf halber Strecke zwischen Flughafen und Stadtzentrum. Anfangs war ich etwas skeptisch, was die Lage betraf, diese Skepsis legte sich aber sofort als wir ankamen. Unser Hotel befand sich genau gegenüber der U-Bahnlinie „Europa Fira“, die wie sich herausstellte, mit allen zentralen U-Bahnlinien verbunden war. Somit gelangten wir innerhalb kürzester Zeit an Strand, Sehenswürdigkeiten und Innenstadt. Mal abgesehen davon, war es eines der schönsten Hotels in denen ich je genächtigt habe! Fabelhafte Architektur und die Aussicht vom Rooftop auf die gesamte Stadt war wirklich überwältigend!

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 Essen: 

Um ehrlich zu sein, erschien uns das Frühstück des Hotels mit 24 Euro pro Person als etwas zu happig. Daher suchten wir uns jeden Tag ein kleines Café oder ähnliches über Tripadvisor heraus und aßen dort zum Morgen. Hätten wir diese Variante nicht gewählt, wäre uns wohl auch nie die „Carrer del Parlament“ ins Auge gefallen. Diese Straße bietet viele kleine, süße Restaurants und Boutiquen (Mardemar sehr zu empfehlen). Wir waren zum Beispiel in „The Juice House“ eine Acai Bowl und frische Smoothies schlürfen und im „Federal Café“ Avocado und Chia – Oatmeal schlemmen.  „La Donutería“ bietet zum Beispiel eine Ecke weiter, ziemlich leckere und vor allem riesige Donuts an und bleibt dabei noch dem stilvollen Barcelona treu. Ihr seht – es gibt eine Menge Auswahl! Und das ist nur eine von vielen. Denn geht es langsam auf den Abend zu, bietet Barcelona am H afen eine noch weitaus größere Vielfalt. Wiedermal führte uns Tripadvisor zum „Surf House“ und dort wurden wir nicht nur vom Essen, sondern auch von den unfassbar netten und offenen Kellnern beeindruckt 🙂 Schaut euch dort auf jeden Fall mal um, dort ist für jeden etwas dabei!

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Sehenswürdigkeiten:

Gut klar, was soll ich euch da noch erzählen. Natürlich sollte man sich die La Sagrada Familia nicht entgehen lassen, genauso wenig wie den spanischen Arc De Triomf oder die Bauten Guélls. Aber wirklich faszinieren und nie langweilen tuen mich die Wasserspiele vom Fira Barcelona Montjuïc. Diese finden immer von Donnerstag bis Sonntag statt (im Sommer starten sie 21:30 Uhr, ansonsten einfach mal auf Barcelona.de vorbeischauen, dort findet ihr die Spielzeiten) und haben je nach dem immer ein anderes, musisches Thema. Ich habe zum Beispiel Disney und Pop-Musik miterleben dürfen. Da kennt jemand offenbar meinen Musikgeschmack haha. Oben auf der Spitze angekommen, habt ihr einen unfassbar grandiosen Ausblick. Auch wenn ihr Treppenscheu seid, keine Angst, in Barcelona gibt es sogar in den kleinsten Vierteln Rolltreppen, die den normalen Aufstieg ersparen (zum Vorteil meines Freundes haha) Solltet ihr euch allerdings für die Standardvariante entscheiden, dürft ihr euch auf erklommener Spitze gern mit einem oder auch zwei Gläschen Sangria beglücken. Ein Muss in Spanien!

 Plaça de Carles Buïgas 

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Montserrat 

Ein weiteres Highlight, auf das ich nie durch meinen Freund gekommen wäre, ist Montserrat. (Okay er wäre darauf auch nie gekommen, hätte er nicht dieses eine Bild von Tony Mahfud gesehen, was er unbedingt nachahmen wollte) Diese sogenannten Berge, heben sich hinter Barcelona empor. Man fährt ungefähr eine Stunde zum Zielort und nochmal 20 Minuten hinauf. Aber glaubt mir, es lohnt sich! (Ich werde bald einen ausführlicheren Beitrag dazu schreiben, wie wo was genau, falls es euch interessiert :-))

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Mercat de la Boqueria

Kommen wir nun zu meinem absoluten Lieblingsthema – dem Essen – zurück. „Mercat de la Boqueria“ ist eine der größten und ältesten Markthallen Europas und befindet sich direkt neben der Einkaufsmeile „La Rambla“. Daher auch nicht allzu schwer zu verfehlen. Dort gibt es über Fisch, Obst, Gemüse, Smoothies und allerlei Gewürzen alles was das Futterherz begehrt. Ich halte mich dort auch immer Stunden auf! Zum Übel meines Geldbeutels 😀

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Parc de la Ciutadella 

Abschließend möchte ich euch noch einen Park nahelegen, der es mir besonders angetan hat. Den „Parc de la Ciutadella“ haben wir mehr aus Zufall entdeckt, als wir einfach wahllos durch die Stadt liefen. Laute Bässe und kreischende Stimmen lockten uns näher und zeigten uns wiedermal, wie viel Freude in den Kataloniern steckt.  An der einen Ecke vollführten einige Straßenkünstler ihre Zauberstücke, an der anderen tanzte eine geballte Meute. Links von uns befand sich ein alter, aber liebevoll hergerichteter Botanischer Garten und auf der rechten Seite erstreckte sich eine kleine Seelandschaft, auf der eifrig gepaddelt wurde. Wir überquerten zahlreiche, kleine Brücken und standen staunend vor einem riesigen Wasserfall. Wenn ihr in der Stadt seid – verpasst diesen Park nicht! Ich fand ihn sogar viel, viel besser als den berühmt berüchtigten Parc Guéll.

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Ich hoffe sehr, dass ihr diesen Guide genießen konntet und nun für eure nächste Reise gewappnet seid!   Viel Spaß in Barcelona, auf das, dass es euch die Stadt auch so sehr antuen wird wie mir! 🙂 Falls ihr noch Fragen haben solltet, stellt sie mir gern!

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Tagtäglich bekomme ich zahlreiche Anfragen, ob ich nicht mal einen Beitrag dazu schreiben könnte, wie genau ich mir all diese Reisen überhaupt leisten kann. Werde ich gesponsert? Habe ich reiche Eltern? Ich lese und höre die kuriosesten Einfälle und möchte heute einfach mal alles aufklären.

Seit ich 16 bin arbeite ich bereits in der Gastronomie. Ich habe mich von meinem fünf Euro Stundenlohn hochgearbeitet und bin zur Zeit mehr als zufrieden. Natürlich wächst im Gastgewerbe das Geld nicht auf den Bäumen, aber bemüht man sich dennoch freundlich und aufgeschlossen den Gästen gegenüber zu sein, kann dabei gut was bei rumkommen.
Ich gebe es zu – man lebt vom Trinkgeld. Aber das wirklich gut. Und da ich nicht nur einen Job habe, sondern neben meinem Hauptberuf noch in einem anderen Unternehmen arbeite, kann ich mir immer etwas vom Trinkgeld zurücklegen.

Abgesehen von meinem Verdienst spielen noch ganz andere Faktoren eine große Rolle.
Zum Beispiel die Planung, die unterschiedlichsten Reiseportale und die Destination an sich.
Natürlich ist es nicht sonderlich schlau, sein Reiseziel im Hochsommer auf Spanien, Griechenland oder Italien zu setzen. Wer möchte seine sonnigen Urlaubstage nicht in einem dieser Länder verbringen? Da nützt selbst das beste Last Minute Ticket nichts. Bzw. konnte ich damit bisher noch nie wirklich Erfolge erzielen.Die USA oder Großbritannien hingehen, kann man ganz leicht und kostengünstig bereisen.
Ich habe meine Reise nach Portugal zum Beispiel auch auf das Ende des Jahres verlegt. Somit haben wir statt 500 Euro pro Person, gerade mal Schlappe 150 Euro gezahlt und hatten dennoch zwanzig Grad plus!:-)
Aber nun zum spannendsten Part, den wohl jeden interessieren dürfte. Ich verrate euch nun meine „geheimen“ Onlineportale, die in Wirklichkeit gar nicht so geheim sind. Ich buche wie jeder Normalo auf Booking.com oder Trivago  soweit so gut, nichts besonderes. Allerdings achte ich stets darauf, dass ich sofort ein Hotel finde. Denn wer über derartige Anbieter zuschlägt, muss wissen, dass jedes Gerät seine eigene IP Adresse hat. Diese wird immer wieder abgerufen und zeigt der Seite, dass ihr interessiert an dem und dem Objekt seid. Je öfter ihr also die Seite anklickt, desto teurer wird der Flug oder das Hotel. (Hab diese Erfahrung gemacht und mich mal bei einigen Anbietern schlau gemacht, das kam dabei raus und hilft mir seither wirklich sehr bei meinen Buchungen)!

Skyscanner:
Ich buche außerdem auch super gern über skyscanner.com
Hier könnt ihr eure Flugauswahl favorisieren und bekommt die günstigsten Preise täglich per Mail zugesandt. Nicht nur Flüge lassen sich darüber super einfach buchen, sondern auch Mietwagen oder Hotels. Aber hierbei gilt wieder, achtet auf die IP!

Traveldealz:
Seit längerem verfolge ich auch Johannes von Traveldealz. In seiner App lassen sich immer wieder ein paar nützliche Tipps und Deals finden. Zum Beispiel zeigt er, wie man Flugmeilen sammeln oder wie man sich günstig in die First – oder Businessclass hineinmogel kann. Außerdem teilt er ebenso interessante Error Fares mit seinen Lesern und gibt ihnen nützliche Tipps für die anstehende Reise mit auf den Weg.

App von L’Tur:

Einer meiner Lieblingsanbieter, L’Tur, ist mir schon des Öfteren eine große Hilfe gewesen. Meinen Mallorcaurlaub, zusammen mit meiner Mom habe ich über deren App abgeschlossen. Für 8 Tage, Hin – und Rückflug, vier Sterne Hotel und Halbpension waren wir bei gerade mal 400 Euro – zusammen!  Und glaubt mir, die Flüge von Dresden aus sind nicht gerade billig.. Abgesehen davon veranstaltet L’Tur häufig Gewinnspiele, bei denen man mit etwas Glück, eine wunderbare Reise gewinnen kann! Schaut auf jeden Fall mal bei deren Instagram Account rein!

AirBnB:

Jeder Schnäppchenjäger sollte bereits über AirBnB gestolpert sein, und wenn nicht, wird es höchste Zeit! Diese Plattform gehört zu meinen Liebsten, da sie alles, was das Reisen ausmacht, verbindet. Man wohnt in typisch ländlichen Häuschen oder Wohnungen, lernt sofort die Einheimischen kennen und ist ganz nah am Geschehen dabei. So lassen sich doch am schnellsten und besten neue Freundschaften knüpfen. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gesammelt und kann euch AirBnB nur ans Herz legen! Verbringt eure Zeit lieber dort als in einem Hotel und ihr werdet viel mehr über Land und Kultur erfahren (soweit ihr natürlich auch offen dafür seid!)

 Reisebine:

Und zu guter Letzt die Webseite, die mir auch bei meinen Planungen für Australien sehr geholfen hat. Sie informiert nicht nur, sondern organisiert genau die Reise, die ihr euch vorstellt. Vor allem wenn es um Flugrouten geht, seid ihr bei Reisebine gut beraten. Ihr könnt euch eine individuelle Flugroute zusammenstellen lassen. Dank dem Team, werden meine Freundin und ich drei ganze Tage in den Arabischen Emiraten verbringen, bevor es weiter nach Melbourne geht. Auch gut zu wissen: Etihad bietet normalerweise keine Open Return Tickets an. Da das Unternehmen allerdings mit dieser Plattform zusammenarbeitet, konnte ich mir ein Open Return Ticket bereitstellen lassen. Somit kann ich zurückfliegen, wann es mir beliebt. Wirklich sehr praktisch!

Wer also auch seine Reise nach Neuseeland, Australien oder Kanada plant, sollte dort unbedingt mal vorbeischauen.

 

Ich hoffe ich konnte euch mit diesen Tipps ein wenig helfen! Viel Spaß bei der nächsten Urlaubsplanung!:-)

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Gestern erst gelandet und im eigenen, heimischen Kuschelparadies verschwunden, möchte ich euch gleich heute schon ein paar spannende, leckere Tipps für die Modemetropole Mailand mit auf den Weg geben. Denn die kann nicht nur Pizza und Pasta sondern eine ganze Menge mehr!
Allerdings vorab: Mailand ist und bleibt teuer! Ihr dürft nicht vom deutschen Standard ausgehen, denn dort bezahlt man auch in einem „normalen“ Restaurant schon mal 12 Euro für ein Süppchen!
1. Magnum Pleasure Store!  
Fangen wir mit meinem absoluten Favoriten an, dem Magnum Pleasure Store!

Dieser Laden ist der absolute Oberkracher! Noch nie zuvor habe ich eine derart spezielle Toppingauswahl treffen können! Vergleichbar ist das Konzept mit dem allbekanntem Froyo Hype, nur das es hierbei nicht um Frozen Yoghurt, sondern wie es der Name schon sagt, Magnumeis geht. Bevor man sich für Dunkel, Hell – oder Vollmilchschokolade entscheidet, wählt man beispielsweise zwischen Rosenblättern, Brownies, Pistazien oder Marshmallows aus. (Natürlich gibt es noch viel, viel mehr zu entdecken) Mit vier Euro pro Stück kann man seinen eigenen Gaumenschmaus kreieren. Nur ein paar Schritte vom Duomo entfernt, in einer unscheinbaren Gasse, schräg gegenüber von Victoria’s Secret, befindet sich dieser entzückende Laden (Piazza Santa Maria Beltrade 1) Schaut also unbedingt mal vorbei! Ihr werdet es nicht bereuen 🙂

2. Terrazza Aperol

Diese ebenso unscheinbare Terrasse, befindet sich in der weltberühmten Galleria Vittorio Emanuele II, einer Einkaufsgalerie die nicht für normalsterbliche geeignet ist! Versace, Prada und Co sind die einzigen Läden, die einen dort willkommen heißen. Dennoch hielten uns diese überteuerten Preise nicht davon ab, die Terrazza Aperol mit ihrem unglaublichen Ambiente und ihrer atemberaubenden Aussicht zu entdecken. Natürlich sind die Cocktails in dieser Bar preislich etwas höher angesetzt als in einer normalen Bar zu Boden. Allerdings bekommt man zu seinem zehn Euro Cocktail eine Schieferplatte mit allerlei Tapas gereicht. Und nicht zu vergessen, man erhascht direkten Blick auf das Wahrzeichen Mailands: dem Mailänder Dom. Von oben herab kann man ebenso gut die zahlreichen Straßenkünstler begutachten und den pianistischen Klängen der Liveband lauschen. Fahrt mit dem Fahrstuhl bis zum zweiten Stock hinauf und nehmt von dort aus die Treppe! 🙂


3. Das Navigli Distrikt 

Dieses Viertel ist ein absolutes Must-See! Hier ist nicht nur die Jugend Mailands zu Gange, sondern tatsächlich auch allerlei gute Küche. Etwas außerhalb vom Stadtzentrum gelangt ihr mit der Linie 3 und einem kurzen Walk zur hippen italienischen Szene. Hier sprießen die Restaurants, Clubs und Bars nur so aus allen Löchern. Kein Wunder, der Blick auf die Kanäle rundherum, verleiht einem das Gefühl, man sei gleichzeitig auch ein stückweit in Venedig gelandet. Ab 18 Uhr könnt ihr die typisch, italienische Happy Hour genießen, die ihr in wirklich jeder(!) Gastro vorfinden werdet! Ihr zahlt eure Getränke (meist zwischen 10-12 Euro) und könnt euch dann quasi „kostenlos“ aufs Buffett stürzen und so viel essen wie ihr mögt. Ich fand’s grandios und denke, dass es euch auch ganz gut gefallen könnte. Schaut mal bei Movida und Maya (direkt nebeneinander) vorbei. Dort hat es mir am besten gefallen (leckeres Essen, super liebe Bedienung, stylisches Ambiente!) und das diese zwei Läden mehr als gut besucht waren, spricht natürlich auch für sie. Adresse: Via Ascanio Sforza 41

 

Cocktails im Movida – so super duper lecker und cool! B)

 

Navigli am Abend 🙂 Richtig romantisch für einen Abend zu zweit!
Achtung!

P.S.: Wenn ich euch ein was nicht empfehlen würde, dann wäre es das „Panini Durini“ im Zentrum der Stadt. Viel zu überteuert für den schlechten Service, Hygiene und Preis – Leistungsverhältnis. In der Toilette ging nicht mal das Wasser! Als ich der Bedienung mit bereits eingeseiften Händen davon berichtete, meinte sie, sie würde sich direkt darum kümmern und ich solle kurz auf sie warten. Nach fünf Minuten und einem kläglichen Versuch etwas zu ändern, stellte sie sich ohne Bescheid an mich zurück an die Theke und tat so, als wäre nichts gewesen. Mein sieben Euro „Sandwich“ was einem halben Subwaybrötchen entsprach, war verkohlt und das Fleisch schmeckte sehr, sehr alt. Lasst wirklich die Finger von diesem Laden, auch wenn er noch so anziehend aussieht!!!!

 

 

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Warum wir Angst hatten, kein Dach über den Kopf zu bekommen, was eine völlig fremde Person in unserer Airbnb Wohnung zu verloren hatte und warum der Urlaub dann doch noch zum schönsten des Jahres wurde, erzähle ich euch im folgenden Post!

Momentan hat mich der Abiturstress gepackt und demzufolge bin ich mal ganz froh darüber, ein paar Zeilen veröffentlichen zu können, in denen es nicht (nur) um Mathematik und Archimedes geht haha. Den folgenden Post möchte ich meiner neu entdeckte Liebe zu Porto widmen. Diese Stadt hat mir einen der schönsten Urlaube bisher beschert und Erinnerungen die ich so schnell nicht missen werde.

Fangen wir mal an – und glaubt mir, das wird lang aber spannend! Und ich gebe euch natürlich auch wieder ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg, die ihr gut gebrauchen könnt.

 

Vorgeschichte 

Mit einer Stunde Verspätung, kamen wir gegen ein Uhr morgens, im bis dato noch nicht so wunderschönen Porto an. Ermüdet und mit letzter Kraft schifften wir unsere Gepäckstücke von einem Gang zum anderen, bis wir endlich im Taxi, auf dem Weg in unsere Wohnung saßen. Doch Halt. Wir waren nicht mehr nur zu zweit. Nein. Eine weitere Dame hatte sich zu uns gesellt und plapperte unbekümmert mit dem Taxifahrer. Auf Portugiesisch. Als wir ausstiegen, folgte sie uns in unsere Wohnung, um sich dort auf dem Fußboden vor dem Kühlschrank mit einem Schlafsack auszubreiten. Und als wäre die Situation nicht schon weird genug, schlich sie sich am nächsten Morgen mit einem leisen Abschiedsgruß aus der Haustür. Auf dem kleinen Frühstückstisch fanden wir eine selbstgemachte Marmelade wieder und einen Zettel mit „Danke Mädels“. So und.. wer war sie nochmal?

Um zur Vorgeschichte zu kommen – wir hatten diese Dame im Flugzeug kennengelernt. Sie sprach uns nach gefühlten 10 Sekunden Smalltalk ganz selbstverständlich darauf an, ob wir nicht einen Platz für sie frei hätten. Natürlich waren wir vorerst sehr verwundert darüber, wie planlos man einfach so los reisen kann, aber als sie uns ihre Geschichte erzählte, nahmen wir sie mit leichten Bedenken dennoch für eine Nacht bei uns auf. Sie ist eine Pilgerin, die ihre Pilgerstätte telefonisch nicht mehr erreichen konnte. Und ganz ehrlich, jeder der in einer derartigen Situation stecken würde und nicht wüsste, wohin mit sich, wäre dankbar, wenn er wenigstens für eine Nacht irgendwo untertauchen könnte. Vielleicht kommen wir irgendwann mal in eine ähnliche Lage und sind auf die Hilfe anderer angewiesen 🙂 Außerdem konnten wir uns Dank ihren fließenden portugiesisch Kenntnissen ganz easy ins Stadtzentrum befördern und bekamen auch noch die Fahrt bezahlt! Obrigada an dieser Stelle nochmal!

 

Kommen wir zur Wohnung. Die Schlüsselübergabe verlief etwas ungewöhnlich. Unsere Gastgeberin konnte nicht länger auf uns warten, wofür wir natürlich vollstes Verständnis hatten. Somit begaben wir uns auf die Suche nach einem Hotel, in dessen Hände sie die Schlüssel übergeben hatte. Oh war das eine Herausforderung bei 6 verschiedenen Hotels auf einer Straße! Wir wussten erst nicht genau, wohin mit uns. Überließen dem Taxifahrer allerdings die Route.

Wohnung und Taxigebühren


Endlich angekommen, konnten wir unser Glück kaum fassen. Die Wohnung war ein einziger Traum. Nicht nur die Ausstattung war fabulös, nein, später wurde uns auch klar, wie gut wir es mit der Lage getroffen hatten. Wir hatten ein Appartement mitten im Zentrum! Der Wahnsinn!
Das Wahrzeichen der Stadt, die Ponte Dom Luis , lag mit 10 Minuten Gehweg in unmittelbarer Nähe. Hauptbahnhof, McD, Mall und U-Bahnstation waren direkt vor unserer Haustür. Zwei Straßen weiter befand sich die berühmt berüchtigte Partymeile und einen Blick aus unserem Fenster entfernt, sollte die größte Silvesterfeier der Stadt stattfinden. Ihr seht – wir waren mehr als begeistert, weshalb ich euch die Wohnung auch wärmstens ans Herz lege 🙂 Der einzige Störungsfaktor war die Lautstärke der herumirrenden Portugiesen und der Bar direkt gegenüber. Aber ich mein, Leute wir sind jung genug um das zu ertragen haha.

Allgemein musste ich feststellen, dass Airbnb wirklich eine Vielzahl an traumhaften Wohnungen für Porto zur Verfügung stehen hat. Schaut also einfach, dass ihr ein Appartement unmittelbar der Rua do Almada bekommt. Ich denke, damit läuft niemand Gefahr, lange zu Fuß unterwegs zu sein. Übrigens sind die Taxigebühren sehr, sehr niedrig gehalten. In Dresden nutze ich diese Art von Fortbewegung selten, da es mir schlichtweg zu teuer ist. Aber in Portugal haben wir für eine 30 minütige Fahrt knapp dreiundzwanzig Euro bezahlt. Ein Schnäppchen.

Party


Sagen wir so. Eigentlich hatten wir vor, einen der zahlreichen Clubs zu erobern. Aber irgendwie.. nun ja. Sind wir immer in irgendeiner Bar hängengeblieben. Aber wieso?
Ihr Lieben, Portugal ist nicht für exzessive Parties in einem viel zu beklemmenden Raum bekannt. In Portugal wird auf der Straße gefeiert und das nicht zu fein! Auf der Rua de Cândido dos Reis findet ihr eine große Auswahl an Bars, die mit ihrem Innenleben den edelsten Clubs gleichen. Statt Sitzmöglichkeiten, findet man eine große Tanzfläche, DJ und Diskokugel vor. Also quasi Clubfeeling nur kostenlos. Und das Beste – wir kamen pro Abend mit nur zehn Euro aus und waren damit mehr als gut „dabei“ 😀 Die Cocktails sind so unfassbar billig aber so guuut! (Zu empfehlen: The Wall , Gin House..)
Schaut auf jeden Fall bei der CaipiCompany auf der Rua Conde de Vizela vorbei (gegenüberliegende Straße) Ein kleiner, hipper Laden, der zu leckeren und vor allem günstigen ToGo Cocktails einlädt. Durch dieses Eckchen sind wir überhaupt erst auf diese gigantische Barmeile gestoßen. Folgt einfach der lauten Musik, die ab dreiundzwanzig Uhr auf den Straßen ertönen wird und ich garantiere euch einen fantastischen Abend! Denn ihr müsst wissen, auch wir waren anfangs verblüfft weshalb auf den Straßen vor dreiundzwanzig Uhr nichts los war, bis uns erklärt wurde, dass alle Bars erst ab dieser Uhrzeit ihre Tore öffnen. Seltsam – aber wir fanden es klasse!

Sehenswertes


Porto ist eine Stadt zum Verlieben! Die Häuser können architektonisch nicht anders sein. Aber eines haben sie gemeinsam – an Farbe und Liebe wurde nicht gespart! Wenn ihr durch die Straßen Porto’s lauft, werdet ihr bemerken, dass es sich hierbei um eine Stadt handelt, die auf drei Ebenen aufgebaut wurde. Kein Spaß, auch die Ponte Dom Luis kann auf zwei Ebenen überquert werden. Ich fand das ganz grandios, wie man von Ebene zu Ebene förmlich klettern und überall andere, faszinierende Gebäude bestaunen konnte. Ebenso beeindruckend waren die monströsen Gemälde und Graffiti an Häuserwänden und Kirchen. Ja, Kirchen! Porto wird nicht grundlos als eine der farbenfrohesten Städte bezeichnet. Hätte das Wetter besser mitgespielt, wäre diese lebensfrohe Heiterkeit auch noch besser in meinen Bildern zur Geltung gekommen.
Da diese bunten Häuschen scheinbar auch ein kleines Wahrzeichen für sich sind, wurden sie in der Via Catarina, einem riesigen Einkaufszentrum direkt auf der Rua Catarina direkt eingearbeitet. Eine witzige Idee, denn sämtliche Fressbuden befanden sich in derartigen Häusern. Sogar mit Balkonen, auf denen man sein Essen genießen konnte. Ihr solltet es euch unbedingt anschauen!
Eine weitere Attraktion bietet das Rathaus und der Rathausplatz selbst, auf dem auch die Silvesterfeier stattgefunden hat. Man könnte diese übrigens ganz gut mit der in Berlin, vor dem Brandenburger Tor vergleichen. Genauso viele Menschen. Große Bühne. Portugiesische Stars. Ein Spektakel. Aber zurück zum Rathaus. Es ist atemberaubend schön! Leider haben wir es nicht hinein geschafft, obwohl es doch so nah an unserer Wohnung lag. Aber selbst von draußen konnte man es mit großen Augen bestaunen.
Und zu guter Letzt der Bahnhof Sao Bento mit seiner außergewöhnlichen Kunst und das Casa da Musica eine Art Operette im modernen Stil.
Grob zusammengefasst, braucht diese Stadt keine ach so tollen Sehenswürdigkeiten. Denn sie beweist, dass einzig und allein Farbe ausreicht, um etwas Besonderes zu verwirklichen.

Strand


Ein ganz wichtiger Abschnitt, den ich euch nicht vorenthalten wollte. Das touristische Informationsmaterial wird euch nicht gerade dabei behilflich sein, wenn es darum geht, den Strand zu finden. Das U-Bahnnetz Porto’s ist sehr überschaubar und noch nicht überdurchschnittlich lange vorhanden. Daher sind einige Stationen noch gar nicht eingezeichnet oder sorgen für mächtige Verwirrungen. Wir dachten, es wäre sinnvoller mit dem Taxi zu fahren, da das Navi eine Strecke von 20 Minuten anzeigte. Aber glücklicherweise versorgte uns eine Leserin dann doch noch mit einem super Tipp, den ich euch gleich weitergeben möchte. Ihr wollt zum Strand? Dann pflanzt euren Hintern einfach nur in  die U-Bahn Station von Sao Bento (gelbe Linie), fahrt bis Trindade und steigt dort in die blaue Linie nach Senhor de Matosinhos. Am besten kommt ihr, wenn ihr bis Matosinhos Sul fahrt, denn von dort gelangt ihr direkt zum Strand und müsst nicht erst am Hafen vorbei. Das Ticket kostete uns schätzungsweise um die 2,20 Euro. Die Hürde eines zu kaufen, nimmt euch sicher einer der super englischsprachigen Beamten vor Ort. Glaubt mir, wenn euch euch sage, dass diese Automaten der blanke Horror für Touristen sind! (Deshalb steht da wahrscheinlich auch immer direkt ein Helfer vor Ort haha)

So und Moment. Wieso war es nun der schönste Urlaub des Jahres? Das kann ich euch ganz einfach sagen. Diese Leichtigkeit der Portugiesen, ihre unbeschwerte und freundliche Art. Die Fahrt in die wohl schönste Stadt dieser Erde – Lissabon. Das etwas andere Silvester, mal ganz ohne Böller aber dafür mit einer Menge Bier über dem Kopf. Die kleinen, bunten Gassen mit multikulturellem Hauch. Der breite, bezaubernde Strand. Die kleinen süßen Cafés und Bars rundherum. Dass die Portugiesen meinen Tagesrhythmus verstehen (Vor dreizehn Uhr ist da kaum einer auf der Straße) Und die Uni! Oh ist die schön! (Hab direkt überlegt dort zu studieren haha) Es ist einfach so viel, was Portugal ausmacht. Und so viel, was mich direkt wieder dahinzieht. In den nächsten Posts erfahrt ihr dann auch detaillierter, wie wir unseren Abend zu Silvester verbracht haben und wie unser Ausflug nach Lissabon war 🙂 Bleibt gespannt und ich hoffe euch hat dieser Beitrag soweit gefallen.

Wer hat nun vor, direkt nach Portugal zu fliegen? 😛

 

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Um in der Türkei bestmögliche Erinnerungen zu erzielen, sollte man sich auf etwas besonders einlassen: eine Safari Tour! Es war die beste Entscheidung, die wir hätten treffen können. Da die Türken jedoch etwas unorganisiert sind, wurden wir statt zum gebuchten Tag, zwei Tage später abgeholt. Hut ab vor dieser unschlagbaren Pünktlichkeit! Haha!
Um nicht enttäuscht zu werden, solltet ihr euch auf keinen Fall eine Fahrt am Stadtrand buchen. Diese sind meist nicht einmal existent und kosten nur Unmengen an Geldern. Wir haben direkt bei unserer Reiseagentur „Neckermann“ gebucht und waren rundum zufrieden.
Los ging es am frühen Morgen mit einem orangefarbenen Jeep in Richtung Taurusgebirge. Abgeholt wurden wir von einem dickbäuchigem, quirligem Typen, der uns mit seinem freundlichen Grinsen jegliche Müdigkeit aus den Augen strahlte.

Als alle acht Personen eingesackt und im Auto platziert wurden ging es los. Unser Fahrer drehte die Musik lauter und trommelnde Bässe schlugen uns um die Ohren. Wir fuhren mit 14 weiteren Wagen im Rücken, die steilen Straßen zum Gebirge hinauf. Hoch oben angekommen gab es vorerst eine Einführung, Regelungen die wir unterzeichnen sollten und ausdrückliche Verbote, die herumstreunenden Kamele zu fotografieren. Kamele? Ja! Ich müsste sogar noch ein paar Fotos von solch einem Prachttier im Petto haben. Oh, habe ich Fotos gesagt…

Natürlich, wie es mir schon vorab klar war, stellten diese unterzeichneten Regelungen lediglich eine Absicherung für das Unternehmen dar, aber keine generelle Pflicht sie einzuhalten. Was macht man also? Statt still und angeschnallt auf seinem Po sitzen zu bleiben, steht man auf und lehnt sich aus dem fahrenden Auto. Egal wie schnell man sich fortbewegt, irgendein Gefühl sagte einem, es werde nichts passieren. Doch die Fahrt geriet erst in vollsten Schwung, als der Fahrer die schweren Wasserkanister unter den Plätzen hervorholte und jedem von uns eine Wasserpistole in die Hand drückte. Nun gut, somit hatte die Wasserschlacht begonnen! Einen fantastischeren Einfall hätten sie nicht haben können. Bei glühender Hitze auf unseren Köpfen, sorgten diese Wasserspiele für eine deftige Abkühlung und eine Menge Spaß!

Wir fuhren auf schmalen Landstraßen durch das Tal und gelangten nach einer guten Stunde in ein zierliches Landhaus, vor welchem bereits eine alte Dame an den bekannten Yufka arbeitete. Innen befanden sich typisch türkische Sitzecken, bequem mit zahlreichen Kissen und Decken angehäuft. Wir ließen uns nieder und bekamen Shisha’s und warmes Yufka, gefüllt mit Kartoffeln, Käse und Schnittlauch gereicht. Meinen Geschmack traf es zwar nicht so wirklich, aber die anderen waren umso begeisterter. Plötzlich zog mich der Chef der Organisation zur Seite und fragte mich, ob er ein Foto mit mir machen könne. Ich war völlig perplex und wusste nicht weshalb er das wöllte. Als hätte er meine Gedanken anhand meines verwirrten Gesichtsausdruckes gelesen, sagte er, ich sei so blass wie ein Käse und wir müssten das unbedingt festhalten. Denn er hätte noch nie eine so weiße Person gesehen (Tja, schade dass er mich 3 Tage danach nicht gesehen hat. Ich wette, meine Bräune hätte seine geschlagen!)

Später ging es weiter ins Gebirgsinnere. Auf uns warteten die schönsten zwei Stunden meines bisherigen Auslandsaufenthaltes. Ungelogen! Es. War. Einzigartig! Wie im Paradies, wurden wir von einheimischen Kindern und deren Großeltern empfangen. Wir ließen uns auf bettenähnlichen
Bauten nieder, die sich über dem treibenden Wasser befanden. Hinter uns stachen mir zwei unfassbar schöne Wasserfälle ins Auge. Davor ein Wasserrad und ein kleiner Teich in dem die Kinder badeten. Sogar ein Sprungturm wurde dort für sie angebracht. Ich beobachtete die flinken Hände der alten Damen, wie sie ein kleines Buffet für uns aufbauten. Unter landestypische Gerichten gab es Melone, frisch gefangenen Fisch und Hähnchenspieße. Normalerweise bin ich sehr vorsichtig, was Essen außerhalb des Hotels angeht. Denn leider reagiert mein Magen darauf sehr empfindlich 😀
Aber hier musste ich einfach zuschlagen. Es sah so so gut aus! Und einer solchen Gastfreundlichkeit kann ich auch nichts abschlagen.
Gesättigt fuhren wir weiter in Richtung „Stadt“. Die einzige, in 50 km Umkreis. Nicht umsonst wählte ich die Anführungszeichen, denn hinter dieser „Stadt“ verbargen sich an einer Hand ab zählbare Häuschen. Ein winziger Markt erstreckte sich über die einzige Straße weit und breit. Links und Rechts urtypische, lächelnde Gesichter. Bevor wir wieder fuhren, erhaschte ich einen Blick auf traditionelles Geschirr. Ich konnte nicht anders und musste der alten Dame einfach ein paar goldene Löffel mit rot besetzten , glitzernden Steinen abkaufen. Da die Bewohner nur vom Nötigsten leben und ihnen ein(!) einziges Auto zur Verfügung steht um Einkäufe zu tätigen, oder ins Krankenhaus zu fahren, steckte ich der Omi ein paar Groschen mehr zu. Ihr Lächeln? Unbezahlbar. Es war einer der schönsten Momente in meinem gesamten Sommer. Und eine Sache, an die ich mich noch Ewigkeiten erinnern werde. Vor allem, weil sie mir vor lauter Euphorie noch einen weiteren Löffel ins Tütchen packte. Goldig!
Falls ihr euch ebenfalls dazu entschließen solltet, Alanya zu besuchen, lege ich euch diese Tour organisiert von Sherlock Holmes wärmstens ans Herz. Nun begebe ich mich zum Airport um meinen Flug nach Portugal zu erwischen. Seid lieb gegrüßt.

 

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Reise
Meinen allerersten, richtigen Flug nach 16 Jahren absolvierte ich im Sommer letzten Jahres. Damals wusste ich nicht wirklich, wie das alles am Flughafen wohl ablaufen würde, was ich einpacken dürfte und das für mich wichtigste. was ich denn überhaupt anziehen sollte! Unbeholfen trottete ich den anderen hinterer und bekam so manchen Gedanken nicht aus dem Kopf. Wird es kühl sein? Brauche ich etwas wärmeres um mich nicht zu erkälten? Und was ist eigentlich mit meinem Kuschelkissen? 
Wenn ihr über mehr oder weniger hilfreiche aber witzige Tipps und Ratschläge stolpern wollt, dann lest ganz schnell weiter.. 🙂

Fragen über Fragen überhäuften mich und am Ende stand ich schweiß badend mit großen Augen vor den Ausgängen des Barcelona Terminals und staunte nicht schlecht, wie falsch ich mich doch bei der Kleiderauswahl entschieden hatte. Eine warme, schwarze! Hose bedeckte meine (noch) blassen Beine, die Lederjacke zog ich fest um meine Hüften und mit meinem Schaltuch wusste ich nicht ganz wohin. Koffer und Rucksack waren schließlich schon bis obenhin vollgepackt. Und das bei dreißig Grad im Schatten! Seither schwor ich mir, mich niemals wieder so dick einzupacken! (Es sei denn, mein Flug würde in die Antarktis führen haha) Nach nun sechs verschiedenen Airlines dieses Jahr, könnte ich mich glatt als Flugkleidungsexpertin entpuppen. Eine Sache kehrte meinem Handgepäck allerdings nicht den Rücken. Mein Schal! Immerhin ließ ich mich stets selbst im Glauben, dass ich trotz Vorkenntnissen, in jedem Flieger an Unterkühlung sterben könnte! 😀 ( Nein Spaß, aber irgendwie gibt er mir das Gefühl, was für andere ein Kissen hervorzaubert. Sicherheit!)
Kommen wir mal zu meinen Tipps und Tricks – wenn ich mein Geschwafel überhaupt als solches abstempeln kann haha. Geflogen bin ich wirklich – und findet mich jetzt nicht komisch – immer mit dem gleichen Outfit was ihr hier abgebildet seht. (Gut ja, die Hose habe ich einmal ausgewechselt)
Es war für mich einfach die passendste und gleichzeitig bequemste Kombination. Immerhin glich ich somit nicht ganz dem bekanntlichem „Pennerlook“ und konnte in die Lobby des Hotels auch ohne Schwarmgefühl eintreten. (Ausnahme: Hamburg! Oh Leute habe ich mich nach fünf Stunden Zugfahrt ekelhaft gefühlt! Mir war das so unfassbar peinlich, als ich in die heiligen Tore unseres fünf Sterne Hotels trat und uns dort jeder mit einem – so kam es mir zumindest vor – schrägem Auge anschaute! Kennt ihr das?
Aber ich schweife schon wieder ab! 
Regel Nummer Eins: Zieh dir was lockeres an.. etwas, was dir nicht im Popo kneift! 
Meine Shorts sind von Primark – für 6€ meine absoluten Sommerfavoriten!
Regel Nummer Zwei: Bereite dich auf das Wetter vor – heißt: Wetterbericht schauen und abwägen, ob nicht doch noch ein Pullover ins Handgepäck marschieren soll.
Regel Nummer Drei: Schuhauswahl! Mich friert es um ehrlich zu sein immer sehr in Ballerinas. Und auch meine Mom empfand es an ihren Füßchen teilweise als etwas zu kühl. Sneakers und Socken lege ich euch hierbei besonders ans Herz. Schließlich passen die luftigen Schühchen notfalls noch ins Handgepäck. Und falls ihr eure Schuhe auf dem Flug ausziehen wollt, sterben eure Nachbarn wenigstens auch nicht am atemberaubenden Duft, der ihnen entgegen fliegen könnte 🙂
Regel Nummer Vier: Wenn ihr wie ich unter Flugangst leidet, nehmt euch immer etwas mit,was euch eine gewisse Sicherheit bietet. Kuschelkissen – und Tier sind hierbei überhaupt nicht peinlich! 🙂
Regel Nummer Fünf: Zum Glück dient mir mein kuschel – wuschel Schal nicht nur in Angstsituationen, sondern auch im Kältefall. Ich finde, dass es besonders am Fensterplatz immer etwas zieht. Deswegen: Immer etwas einpacken was euch vorm krank werden schützt! (Meistens gibt es auch in Fluggesellschaften wie Air Berlin und Lufthansa Decken und Kissen zum ausleihen!)
Regel Nummer Sechs: Muuusik, Bücher, Kamera und Kaugummis! Diese vier Dinge sind meine absoluten must-haves im Handgepäck. Mehr fand bisher auch nicht in meinem mini Rucksack platz. Bevor ich abreise, lade ich mir meistens noch die neuesten Charts herunter und vor allem Musik, die mich etwas von den bizarren Flugzeuggeräuschen ablenkt. (Ich kann dieses merkwürdige Bling- Bling Geräusch immer noch nicht ganz nachvollziehen! Wofür ist das?) Wer einen Fensterplatz ergattern kann, sollte die unfassbar schönen Luftaufnahmen nicht missen. Dafür war meine Canon Legria Mini perfekt geeignet. Leicht, handlich, klein und super Aufnahmen! Meine Spiegelreflex nutze ich zwar nie im Flugzeug, aber aus Angst, dass mein Koffer nicht zu mir zurückfindet, quetsche ich sie immer mit in meine Tasche.
Ich hoffe ich konnte euch mit diesen Regeln ein wenig auf euren nächsten Flug vorbereiten oder zumindest etwas unterhalten! Demnächst werde ich mir einen neuen Laptop plus Videoschnittprogramm zulegen und dann könnt ihr euch auch bald von meinen Eindrücken verzaubern und inspirieren lassen 🙂  Bis dahin, eure Lisa. 

Und nun meine Frage an euch: Habt ihr Tipps für den nächsten Flug, was man noch beachten sollte?Unnnnd vor allem, was zieht ihr an?

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Mallorca. Diese Insel assoziieren wir wohl mit kaum mehr als Ballermann, Partyexzessen und billigem Alkohol. Riskiert man allerdings einen leichten Blick hinter die Kulissen, brennt sich schlagartig ein ganz anderes Bild in unsere Köpfe ein. Schon mal was von Valldemossa gehört?

 

Keine Stadt hat mich bisher so fasziniert wie Valldemossa. (Ok das stimmt nicht ganz, Barcelona bleibt wohl auf Ewig mein Favorit.) Schmale, steile Straßen ziehen sich durch das kleine Örtchen. An jedem Hauseingang befinden sich bunt verzierte Kacheln, die die Legende der Catalina Thomás erzählen. Nur gut zwei Tage vorher, feierte die Gemeinschaft den Geburtstag ihrer eigenen und einzigen Heiligen. Übrig blieben davon die zahlreichen Abbildungen Ihrerseits und Girlanden so weit das Auge reicht. Egal in welches Geschäft man seinen Fuß setzte, überall empfingen einen die Leute binnen Sekunden mit warmherzigen Gesten und Sprüchen. Nicht so aufdringlich, wie es in der Türkei üblich war. Eine ungewohnte aber angenehme Wendung.

Mit gerademal 2000 Einwohnern, fiel es uns nicht allzu schwer, die gesamte Ortschaft innerhalb von nur zwei Stunden zu erkunden. Auch hierbei schätzten wir die Gastfreundschaft der Einheimischen sehr. Wir wurden in Häuser geladen, spazierten in den verschiedensten Gärten und stolperten zu guter Letzt die steinigen Treppenstufen zum Geburtshaus der Catalina empor. Eine wirklich ansehnliche Kapelle errichtete sich vor unseren Augen. Nur so wirklich identifizieren konnten wir das kleine Röhrchen unterhalb der Statue nicht. Ein Rätsel, welches nicht einmal von den umfangreich, beschriebenen Tafeln aufgeklärt wurde. Weiß jemand von euch wofür es steht?
Als wir mit unserem Rundgang fertig waren, genossen wir noch einige Minuten das Treiben auf dem Marktplatz. Mandelmilch – und Kuchen wurden uns hier als traditionelle Köstlichkeiten angepriesen. Grund dafür, sind die rundum Valldemossa wachsenden Mandelbäumchen. Also: Wer Valldemossa zukünftig einen Besuch abstatten sollte, muss diese Delikatesse unbedingt probieren! 🙂
Und verratet mir dann wie es geschmeckt hat, ich vertrage leider keine Mandeln 🙁 sad me
Nachdem ich mich so sehr in dieses Örtchen verliebt habe, werde ich definitiv ein weiteres Mal vorbeischauen. Die vollkommene Freundlichkeit hat mich einfach so sprachlos gemacht. Nirgends wurde ich bisher so herzlich empfangen! Es liegt eben etwas vom Schuss und bietet genug Ruhe – ein wenig Abwechslung vom Großstadtleben schadet nie! Des weiteren muss man zu allererst das riesige Gebirge durchfahren, bevor man in das gerade mal 18 Kilometer entfernte Palma gelangt. Dabei werden Augen und Ohren staunen (Die Insekten dort sind wahnsinnig laut!)
 
Mein Fazit: Eine fabelhafte Ortschaft mit ulkig gekleideten, aber liebevollen Menschen! Definitiv einen Besuch wert! 
Und nun viel Spaß bei der nächsten Urlaubsplanung haha 🙂 Vielleicht war ja bereits jemand von euch in diesem Städtchen und mag mal seine Erfahrung dazu kundgeben?
 Im nächsten Post kehre ich zurück nach Alanya und erzähle euch von unserer Begegnung mit den Einheimischen bei der Jeep Safari. Alles Liebe, Lisa.

 

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W A N D E R L U S T. Ein Begriff, der mir nicht mehr aus dem Kopf gehen will. In den Flieger steigen und etwas neues, einzigartiges entdecken. Das ist es, was ich mein Leben lang machen möchte. Und wie bereits angekündigt, kommt heute nun mein allererster Post zum Thema Reisen online. Worum es genau geht? Alanya! Und glaubt mir wenn ich euch sage, dass es garantiert nicht langweilig werden wird! 🙂

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Anreise – Neuer Horrortrip?


Am Sonntag den 19.07. ging es für mich bereits sechs Uhr Morgens in Richtung Flughafen. Meine kleinen, roten Äuglein versuchte ich mühevoll aufzuhalten. Ganze zwei Stunden hatte ich mich in meine weichen Kissen gekuschelt und meinen Brustkorb langsam auf und ab bewegt. Bis drei Uhr, war ich mit packen und dem Gedanken beschäftigt, ob unser Flug diesmal gut verlaufen würde. Nach meinen Erfahrungen des letzten Jahres, war ich nicht mehr ganz so positiv gestimmt in einen Flieger zu steigen und abzuheben.Wir hatten auf allen vier Flügen heftige Turbulenzen, woraufhin ich mir schwor, nie wieder diese Art von Verkehrsmittel zu betreten. Aber nun gut, wer etwas erleben möchte, muss die Zähne zusammenbeißen, so meine Mom. (Und sie hat damit natürlich vollkommen Recht!)

Mein Herz raste, als ich die mir noch unbekannte Fluggesellschaft erreichte. Vorab, hatte ich mich im Internet erkundigt, was andere darüber schrieben und ich stieß ununterbrochen auf abwertende Kritiken. Schlechter Service, schlechte Flugausstattung, UNSICHER! Als am Check-In dann auch noch die Durchsage kam, dass der Flug um eine Stunde verschoben werden müsste, auf Grund von technischen Problemen, war meine Angst nicht mehr zu halten und Tränen kullerten mehr oder weniger unfreiwillig über meine Wangen.

Glücklicherweise verliefen sowohl Hin – als auch Rückflug tadellos. Unser Essen erwies sich als einfach aber genießbar und selbst die „gelangweilten“ Stewardessen, wie es im Netz immer hieß, waren freundlich, zuvorkommend und bemüht eine klare, deutliche Ansage zu leisten. Gut, eine saß mir mit einer Kotztüte fest umschlungen gegenüber und Gedanken machten sich breit, ob sie denn auch wirklich nicht die Tüte verfehlen würde. Aber vielleicht war es auch einfach nicht ihr Tag. Haha. Ansonsten kann ich euch Atlasjet für Kurzstreckenflüge wirklich empfehlen. Billig und sicher!

Gegen 18 Uhr öffneten sich uns die gläsernen Tore der Eingangshalle. Mit knurrendem Magen wurden wir vom überaus freundlichem Personal empfangen und ins Zimmer begleitet, welches mich wirklich positiv überraschte, da es tausendmal besser aussah, als im Internet. Schnell wurde allerdings klar, hier geht man nirgends an Trinkgeld vorbei! Typisch Türkisch, forderten sie dich fast schon auf, immer und überall Trinkgeld zu hinterlassen. Egal für welchen Service, sei es für die Putzfrauen, die Küche, den Busfahrer und selbst für die Rezeption, falls sie dir eine kleine Auskunft gewährt hatte. Es war der reine Wahnsinn! Und ich fühlte mich bereits am ersten Tag leicht verarscht.

Das erste Abenteuer!


Ausgeschlafen und wohlgenährt warteten wir am folgenden Morgen auf unseren Reiseleiter, welcher uns die landestypischen Traditionen, Regeln und einige Ausflugsziele näherbringen wollte. Wir planten mit ihm die gesamte Woche von einer Jeep Safari bis hin zum ersten Hamambesuch. Anschließend zogen wir uns an den Strand zurück und verabredeten uns mit unseren neu gewonnenen Freunden, für eine Wanderung auf die 5km entfernte Burg. Gut, ähm.. Wir wanderten nur bergab. Bei 42 Grad im Schatten kam uns die 100m entfernte Bushaltestelle etwas gelegen haha ☺Und ich kann euch versichern, es ist ein wahres Erlebnis mindestens einmal mit einem türkischen Busfahrer zu fahren! Die kennen dort keine Stoppschilder, keine „wirklichen“ Haltestellen (wenn der Bus voll ist, hält er nicht an), keine Knöpfe um dem Fahrer zu signalisieren, dass man aussteigen möchte (hier gilt einzig und allein: melde dich wie in der Schule oder ich lass dich nicht raus!)  und um den Bus auch mal zu lüften, fährt man um die steilen Kurven und engen Straßen auch gern mal mit offener Tür (ja ja diese Türken)

Jeep Safari – unterschreibt, dass ihr während der Fahrt nicht aufstehen werdet. Los, aufstehen!

Es war die wohl beste Sache, die wir in Alanya hatten unternehmen können. Anfangs bereitete uns allerdings die Planung des Reiseleiters heftige Kopfschmerzen und erste Zweifel kamen auf, ob hier denn wirklich auch alles nach Plan laufen würde (Abzocke wird in der Türkei nicht gerade klein geschrieben). Ich hatte ein wirklich mulmiges Bauchgefühl, da uns nach einer halben Stunde immer noch keiner abholte und auch niemand ans Telefon ging. Schließlich fanden wir mit Hilfe des Personals heraus, dass unsere Ausflüge vertauscht wurden und wir statt des Hallo Türkei Rundtrips, erst einmal die Jeep Safari in Angriff nehmen würden.

Zwei Stunden später traf nun auch unser Jeepfahrer pünktlich am Hotel ein und die Tour konnte beginnen. Wer denkt, dass diese Jeep Safari nur etwas für jüngere Leute ist, täuscht sich gewaltig! In unserem Jeep saß eine ältere Dame, welche die ganze Fahrt über hinweg für Stimmung sorgte! Wir entdeckten die engen, steilen Straßen des Taurusgebirges und wurden von starken Bässen begleitet.
Davor bekamen wir noch eine Einweisung und ein Dokument, welches wir unterzeichnen sollten. In diesem stand ausdrücklich, dass man während der Fahrt nicht aufstehen sollte. Aber gute fünf Minuten später, wendete sich das Blatt. (wer hätte das gedacht haha)

Bei unserem ersten Halt wurden wir aufgefordert, die gereichten Benzinkanister mit Wasser zu füllen. Anfänglich begriffen wir nicht ganz, wohin uns diese Aktion führen sollte, doch als jedem einzelnen von uns Wasserpistolen in die Hand gedrückt wurden, verstanden wir allmählich. Unter allen 15 Wagen fand eine gewaltige Wasserschlacht statt – diese kam uns nur zu Recht, da in dem Gebirge an die 48 Grad herrschten.

Wir hielten noch an einem kleinen Häuschen, in welchem uns frisches Yufka gereicht wurde (brüchiger, dünner Teig – in Deutschland oft für Dürüm verwendet). In Kombination mit gewürzten Kartoffeln traf es zwar nicht ganz so meinen Geschmack, aber eine Erfahrung war es allemal wert ☺ 
Auf den folgenden Bildern seht ihr die Einrichtung des kleinen Gasthauses und die liebe Omi, die uns diese typisch, türkische Spezialität gezaubert hat.

Damit der Beitrag nicht allzu lang wird, dürft ihr auf den nächsten Teil gespannt sein. Was meinem Leben eine 180 Grad Drehung verpasst hat und welcher der wohl schönste Ort für mich in der Türkei war, lest ihr im nächsten Artikel 🙂 Falls es euch gefallen hat, würde ich mich sehr über ein Däumchen auf Facebook freuen und ein kleines Feedback von euch!
Alles Liebe, Lisa.

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